
Wie lange gibt es das Internet jetzt schon? Mhm? Man könnte sagen seit 1969 (WP). Ist schon etwas älter, wa. Und wie lange gibt es in Deutschland schon organisierte Interessensverbände? Solange, wie es auch Vereine gibt, und Gilden und das Zunftwesen (WP). Also schon lange, sehr, sehr lange.
Und erst jetzt gibt es einen Verband, eine Lobby, die sich für Internet-Rechte einsetzt. Eigentlich ein starkes Stück. Ich meine, in Deutschland ist man doch sowas von stolz auf die Blogdebatten, oder? Und freut sich jetzt, dass es bald wieder ein Instrument gibt, was sie ordentlich darstellt. Und man fühlt sich doch auch schon längst politisch! Jeder mit einem Blog hat doch eins, zwei Sätze darüber verloren, wie scheiße er das damals mit dem Zugangserschwerungsgesetz gefunden hat. Und hat vielleicht auf Netzpolitik velinkt. Oder Heise.
Und jetzt wollt ihr mir tatsächlich sagen, dass ihr keine popeligen sieben Gründungsmitglieder zusammenbekommt, um der Digitalen Gesellschaft Konkurrenz zu machen? Das ist doch nicht Euer ernst, liebe Netizen. Das kann nicht Euer ernst sein.
Ich versuche mir immer meine kritische Sicht auf die Welt zu bewahren. Und da ich gestern mein erstes graues Haar liebevoll ausgerupft habe, muss man mir wohl nun auch eine gewisse Altersweisheit zugestehen. Aber ein Projekt, bevor es überhaupt richtig gestartet ist, so in den Dreck zu ziehen? Geht doch auf die Barikaden, wenn Markus scheiße baut! Aber stattdessen bemängelt ihr die Transparenz. Den Namen. Und überhaupt die Tatsache, nicht gefragt worden zu sein.
Meine wirklich ernst gemeinte Frage an euch: Hallo?! Wolltet ihr jede Revision der Ursprungssatzung sehen? Glaubt ihr, dass es die Digitale Gesellschaft heute gäbe, wenn die Ziele nicht hinter geschlossenen Türen ausgearbeitet worden wären? Ihr würdet euch immer noch streiten! Mitglieder? MitgliederInnen? Mitgliederinnen? Mitglieder_Innen? Wenn's überhaupt soweit gekommen wäre.
Ich kann von meiner Seite nur sagen: Ich weiß nicht, was die Digitale Gesellschaft bringen wird. Ich weiß nicht, ob das so eine Art Greenpeace nur fürs Netz ist. Aber ich bin richtig gespannt darauf, es zu erfahren und werde die Debatten auch solange intensiv verfolgen.
Aber bis dahin halte ich die Klappe und beende meine Tirade ganz konstruktiv mit einer kleinen Buchempfehlung.
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#Medien & Politik
Medien, Politik, Kommunikation und der oeffentliche Diskurs in digitalen und klassischen Raeumen.
Mensch, dann macht es doch selbst!
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Mahnwache am Gänseliesel
Mahnwache am Gänseliesel
Neuer Rohmaterialrekord: Nur 9 Minuten habe ich von der Mahnwache am Gänseliesel in Göttingen mit nach Hause gebracht. Selbst für meine Verhältnisse ist das wenig.
Es gibt da so eine Faustregel, dass man vom fertigen Video nur etwa 10 Prozent des Materials benutzt oder überhaupt benutzen kann. Finde leider keinen Link, der diese These unterstützt, wahrscheinlich habe ich das in den zahlreichen Büchern zum Thema Videojournalismus gelesen (von denen mich jetzt noch keines so wirklich umgehauen hat, Tipps nehme ich sehr, sehr gerne im Kommentarbereich an). Oder die Regel ist von mir.
Ausgrabungen in Göttingen
Ausgrabungen in Göttingen
Klassischer Anfängerfehler, wenn man sich zu sicher wird: Ich habe zu wenig Material mit in die Redaktion gebracht und musste deshalb eins, zwei Szenen nehmen, die ich normalerweise nur ins Archiv geschubst hätte. Alles andere wäre unrund gewesen.
Ich weiß nicht, ob's nur mir so geht, aber ich habe Schwierigkeiten bei solchen Presseterminen als einzelner VJ ordentliches Material hinzubekommen. Darunter verstehe ich verschiedene Einstellungen (Wikipedia) und markante O-Töne. Während der PK's ist da einfach zu viel Gewusel, zu viele Informationen durch die beteiligten und danach alles noch einmal für die Kamera nachzustellen oft zu zeitaufwendig.
Zugegeben, das klingt jetzt alles boooooowoohweee'iger als es tatsächlich ist. Mir geht nach solchen Terminen halt immer durch den Kopf, was da möglich gewesen wäre.
Rüssel zum Nachtisch gereckt
Rüssel zum Nachtisch gereckt
Zu dem Video gibt es nicht viel zu sagen. Kinder, Tiere, tolles Wetter.
Außer vielleicht, dass es ohne Weitwinkel wahrlich nicht einfach war selbst einen einzelnen Elefantenkopf (ohne Rüssel!!) ins Bild zu bekommen.