Es ist ja so eine Sache mit den Neuigkeiten und ich bin da auch durchaus... ambivalent. Fakt ist: Ich bin seit Ende Januar kein Social Media Manager mehr. Und seit heute, seit ganz genau 9.30 Uhr, als mich nämlich meine Fallmanagerin anrief, um mir den Tag zu versüßen, seit heute kann ich es ganz offiziell hinausposaunen: Ich bin selbstständig.
Klar. Ich habe das nicht unbedingt geheim gehalten. Ich habe meine Facebookseite aufgemacht, eine wackelnde Rakete auf die Reise geschickt und jedem, der es hören wollte oder auch nicht, auf die Nase gebunden, wie "aufgeregt" ich doch sei, wie "spannend" das doch alles ist und überhaupt: Welch eine "Herausforderung"!
Hiermit entschuldige ich mich offiziell bei denen, die leiden mussten. Sorry.
Aber so richtig "offiziell", sei es im Podcast, sei es hier, oder sonstwo, habe ich das noch nicht gemacht. Dank dem okay der Fallmanagerin kann ich das aber zum Glück nachholen.
Wie kam's zur Entscheidung? Ich habe gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, als Schreiberling vor dem Forum, Facebook, Twitter und den Agenturen zu sitzen, um das irgendwie alles im Blick zu behalten. Und gleichzeitig als Techie zu versuchen, dem Journalismus neue Darstellungsformen zu verpassen. Da bin ich nämlich eigentlich ganz gut drin. Aber im Alltag hatte ich damit nur wenig zu tun.
Und das war unschön. Meine Entscheidung dann, also weg vom Online-Journalismus, passt dann zufällig auch noch zu den aufkommenden Debatten: Mein geschätzter Kollege Christian Jakubetz ist Ende Januar mit ein paar Gedanken zu einer neuen Buchidee an die Öffentlichkeit gegangen: [Der Niedergang eines Berufstandes](http://www.blog-cj.de/blog/2013/01/28/der-niedergang-eines-berufsstands-und-eine-buchidee/ "Christian Jakubetz \"Der Ende eines Berufstandes\""). Ich möchte ihm da zwar mit Nachdruck widersprechen, also für die Allgemeinplätze. Der Journalismus geht nämlich nicht unter. Bei mir kam es allerdings zu einer gewissen Ermüdung durch den Alltagsagenturonlinejournalismus. Aber das soll hier gar nicht Thema sein.
Es hat dann ganz gut gepasst, dass ein jetziger Kunde zu mir kam und sagte: Pass mal auf, wir haben da die ein oder anderen journalistischen Projekte online. Und wir würden gerne, dass du die technisch betreust und neue entwickelst. Und ich so: Goooil! Daraus ist dann workin media entstanden. Die Agentur, die so hipp ist, dass sie sich inzwischen wieder nur mit Minuskeln schmücken darf.
Als treue Leser dieses angestaubten und ungepflegten Blogs, bekommt ihr aber noch ein güldenes Sahnebonbon zum Abschluss. Denn ihr könnt euch jetzt zu den Alphatestern zählen. Einer kleinen, elitären aber höchst-sympathischen Truppe. Denn unter alpha.workin-media.de gibt's meine Seite in einer frühen Rohfassung. Einiges ist fertig, anderes noch im Aufbau. Vieles verbesserungsfähig. Und mein P♥dcast-Tarif ist noch überhaupt nicht online. Aber ich will ja nicht gleich alles am Anfang verraten. Nur so viel: Das Herz im Tarif ist kein einfaches ASCII-Zeichen. Das Herz ist eine Ansage. Dazu dann aber später mehr. Und wahrscheinlich an anderer Stelle.
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