„Scheinglück“ ist ein starkes Bild, weil es genau dieses falsche Hinterherrennen beschreibt: Je entschlossener man dem Glück nachläuft, desto größer wird oft der Frust, den man eigentlich loswerden wollte. Vielleicht liegt der Denkfehler schon im Wort Glück. Glück klingt nach Sprint, nach kurzem Treffer, nach „jetzt muss es doch endlich da sein“. Zufriedenheit ist langsamer, unspektakulärer, eher Marathon als Zielbandfoto. Aber vielleicht trägt sie gerade deshalb weiter.
Optimismus wäre dann nicht die Behauptung, dass alles gut ist, sondern die Entscheidung, nicht jedem Scheinriesen und jedem Scheinglück hinterherzulaufen.
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