Crosspost
Was alle Nerds, was alle Geeks gemein haben ist die unbedingte Liebe zum Detail. Und wir können uns wirklich glücklich schätzen, in einer Zeit zu leben, in denen die Infos direkt vor unseren Füßen liegen. Die meisten Vertreter dieser Nerd-Spezies, würden der folgenden These höchstens still zustimmen, aber Geeks haben mehr mit Doctor Faust gemein, als ihnen lieb ist: Es geht ihnen darum, das Innerste zu verstehen, das die Welt zusammenhält. Und das Innerste, das findet man inzwischen nicht mehr über die Massenmedien, über die Tageszeitungen, nicht mehr in Bibliotheken – sondern direkt bei Experten. In Blogs, in Podcasts. Noch niemals in der Geschichte der professionalisierten Wissenschaft gab es so viele Fachmagazine, so viele Fachvideos und so viele Audios – frei zugänglich, für jeden. Man muss sie nur annehmen, wenn man mehr haben will, als einen Überblick.
Der zweite Schwachstrom-Themenstammtisch hat sich deshalb mit dem beliebten Bloginstrument „Wordpress“ beschäftigt. Und gleichzeitig auch damit, wie man heutzutage publizieren kann. Denn dadurch, durch das Verständnis der Plattform, durch das Verständnis der äußeren Struktur, kann man das Fremdpublizierte erst richtig einordnen.
Wie die regelmäßigen Leser dieser (ich setzte es mal in Anführungszeichen) „Internetpräsenz“bestimmt schon mitbekommen haben, werden wir uns als SeV von Grund auf erneuern . Und ich hoffe immer noch darauf, dass die äußere Form der neuen Darstellung zumindest einen geringen Teil des neuen Selbstverständnisses vom Verein ausmacht: kommunikativ, technisch, partyaffin.
Ich sehe die Möglichkeiten, die durch die doch sehr unterschiedlichen Mitglieder tatsächlich bestehen: Nämlich ganz simpel ausgedrückt, das weiterzugeben, was man kann. Dazu brauchen wir nicht unbedingt eine Agenda, oder eine feste, eine hierarchische Struktur. Dazu brauchen wir nur den Willen des Einzelnen sich einzubringen – und wenn dies durch einfaches Nachfragen geschieht - oder simples Interesse.
Letzte Woche hatten wir den gelungenen Auftakt unseres Schwachstrom-Online-Themenstammtisches. Timo hat über das fantastische Tool inSSIDer gesprochen . Habe ich davon alles verstanden? Mitnichten! Aber ich habe jetzt Ansatzpunkte um mein Wissen in puncto Wifi auszubauen.
Genauso hoffe ich, dass ich neugierig machen konnte, sich etwas mehr mit Wordpress auseinander zu setzen.
Vielleicht ist der Wandel, den ich mit dem Verein vorhabe, etwas zu krass. Wir haben zwar den Computer niemals nur primär dazu genutzt, Facebook-Status abzugeben – wir haben Gameserver aufgesetzt, eine funktionierende Intranetstrukturgeschaffen – aber wir waren eben: Ein LAN-Verein. Wir haben „nur“ Veranstaltungen organisiert, bei denen wir uns, bei denen sich unsere Gäste wohlfühlen können. Den Wandel zu einem Verein, indem jeder das anbietet, was er kann und will, auf technischer, auf IT-Ebene, ist vielleicht wirklich erst einmal etwas heftig und von mir egoistisch gedacht. Denn ich stelle mir das genial vor, von den Schwachmaten Denkanstöße zu bekommen. Oder Felder zu sehen, von denen ich bisher keine Ahnung hatte. Und ich denke dennoch: Euch könnte es genauso gehen. Denn alles, was wir machen müssen ist: Fragen! Dadurch können wir uns gemeinsam zumindest dem faustschen "Inneren" etwas besser annähern.
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#Text
Hier sammle ich laengere Texte, Artikel und klassische Blogbeitraege.
Alles, was wir machen müssen, ist: Fragen!
Youtube entwackelt.
Youtube entwackelt.
Unten das Video hat die fan-tas-tische Kollegin™ mit unserer kleinen Cam aufgenommen - macht super Bilder, satte Farben. Allein: Ohne Stativ ist das Ding eigentlich unbenutzbar. Tolles Rohmaterial kam also heraus, aber sehr verwackelt.
Unsere Software unterstützt entwackeln nicht.
Aber da wir ja nicht auf den Kopf gefallen sind, hier eine kleine Anleitung zum Entwackeln - und zwar mit Youtube. Wenn Ihr beispielsweise in eurem Account auf "Meine Videos" klickt, seht ihr Folgende Navigation:



Klickt auf Videoeditor (professionell farblich hervorgehoben) und zieht einfach das zu bearbeitende Vid unten in die Timeline (links). Ihr seht: Es gibt den Menüpunkt "Effekte". Einmal darauf klicken und ihr kommt zu dem Fenster rechts. Ich habe die Vorschau aktiviert und die Funktion "Video stabilisieren" angehakt. Je nach Verwacklungsgrad könnt ihr entscheiden, wie sehr die Algorithmen von Youtube zur Tat schreiten sollen.
Wie ihr auch an dem Bild seht: Die Entwacklungsfunktion klappt nur, indem man das Bild etwas vergrößert. Je nachdem wie stark ihr das nun einstellt, wird der Ausschnitt, der am Ende bei rauskommt, vielleicht zu klein sein. Anders als mit professioneller Software könnt ihr nämlich nicht entscheiden, welcher Bildausschnitt entwackelt werden soll. Aber dafür, dass das wirklich jeder (mit einem Google-Account) benutzen kann, finde ich die Funktion fantastisch! Ihr müsst am Ende nur noch abspeichern und warten, bis Youtube fertig gerechnet hat.
Wie das dann am lebenden Objekt funktioniert, das seht ihr in folgender Koproduktion. Geht übrigens um die Hannover Messe:
Kurz verlinkt (2): Scary Who!
Kurz verlinkt (2): Scary Who!
Der Doctor und seine Tardis verdienen natürlich auch in diesem Themen-Wirrwarr (ugs. auch 'Blog' genannt) einen längeren Eintrag. Aber jetzt sei nur kurz und mit aller gebührender Ehre auf den Trailer zur kommenden Staffel hingewiesen. Gregorianischer Gesang muss zwar nicht mehr unbedingt sein, es gab Zeiten, da war das noch ein richtiges Stilelement (so wie auch der szenische Einstieg im Journalismus, Anm. d. A.) - aber: Die Szenenschnippsel schafften es, meine Vorfreude belebend zu kitzeln.
Die älteste aller Kommunikationsformen. (Liebeserklärung)
Die älteste aller Kommunikationsformen. (Liebeserklärung)

Weswegen ich mich schon vor Jahren bei StudiVZ abgemeldet habe? Zumindest nicht, weil es die Entwickler verpasst haben, dem Portal neue Funktionen hinzuzufügen. Es lag auch nicht daran, dass alle meine Freunde zu Facebook rübergewandert sind - im Gegenteil: Am Anfang war ich da drüben bei den Amis noch ziemlich alleine. Etwas anderes ging mir aber sowas von auf den Senkel: Bei StudiVZ wurden an mich versendete Nachrichten nicht in der Mail angezeigt.

Ich bekam zwar immer eine Mitteilung, dass mir jemand etwas geschrieben hat, aber nicht was - und fühlte mich immer wie Captain Picard, wenn er wieder einmal per Kommunikator zu hören bekam: "Captain, Captain, kommen Sie bitte sofort hier runter in den Maschinenraum. Wir haben eine sehr delikate Situation." Arrgh. Natürlich war das ein Autorenkniff und dem Spannungsbogen geschuldet, aber mein Leben ist eigentlich spannend genug.* Wenn mir einer etwas schreibt, möchte ich das sofort lesen. Ich möchte mir das nicht für diesen ganz speziellen Augenblick bei Kerzenschein und einem guten Glas Wein aufbewahren - nur damit die Portalbetreiber einen Login mehr verbuchen können. Ich will das sofort wissen. Auch wenn's sich nur - rein theoretisch - um Verbalrotz handelt.
Facebook macht das. Und layoutet die Mails inzwischen so, dass man Konversationen sehr schön folgen kann. Das gefällt meinem Soforttrieb. Das war damals der eigentliche Wechselgrund.
Mails zuverlässiger als Push-Notifications
Und auch als iPhone-Nutzer bin ich immer noch auf diese älteste aller Kommunikationsformen angewiesen. Ich weiß zwar nicht warum, aber die Push-Notifications bei Facebook oder bei Twitter funktionieren mal, mal nicht. Keine Ahnung, woran das liegt. Aber was immer zuverlässig klappt, sind die Mail-Benachrichtigungen, wenn mich beispielsweise jemand mal wieder als Freund hinzufügen möchte.
Renaissance der Mail
Mails haben dank Smartphone bei mir die SMS komplett abgelöst. Ein "Gesendet mit meinem iPhone" versteht jeder. Nein, wissen dann meine geschätzten Empfänger, dieser stakkato-Stil mit den diversen Rechtschreibfehler - das hat nichts mit Unfreundlichkeit zu tun. Der Heinz hat nur zu dicke Finger! Vielleicht sollte ich den Hinweis aber doch weglassen... Hermetisches Schreiben ist das Stichwort.
Auf jeden Fall hat die Mail die Spamseuche des letzten Jahrzehnts überlebt, meine Mailfilter sortieren für mich vor... ja, die Mailrenaissance ist angebrochen - zumindest für meine direkte Kommunikation als Plapper-Medium.
Facebook, Delicious, Twitter, mein Google Reader, die sammeln alle optionalen Infos für mich. Wenn ich da mal eine Woche nicht reinschaue, ist das kein Untergang. "Alles als gelesen markieren". Aber meine Inbox, die muss zumindest überflogen werden. Das Problem der Mail: Sie wird unterschätzt - in der zwischenmenschlichen Kommunikation.
Die E-Mail als Facebook-Killer

Diese These hat bisher noch niemand gewagt aufzustellen. Wird also mal Zeit. Bemerkenswert: Ich habe keine Statistiken darüber gefunden, ob Smartphone-Nutzer nun öfter mailen, ob die Nutzung exponentiell wächst oder ob ich einfach nur tierisch veraltet denke - oder besser doch an meinen Recherche-Fähigkeit zweifeln sollte.
Aber etwas aufgebohrt, so nach XFN-Prinzip (Wikipedia), wäre es doch einmal eine Überlegung wert. Ich rede nicht von so etwas wie Wave, das war viel zu mächtig. Vielmehr von einer im Protokoll implementierten Möglichkeit, persönliche Maillisten zu erstellen. Was Facebook eben "Gruppen" nennt und Diaspora "Aspekte". Und jetzt kommt mir nicht mit: "Das gibt's doch schon längst - nennt sich Verteiler". Das weiß ich auch. Nur weiß ich nicht, in welchem Verteiler meine Adressen stehen. Es findet absolut keine Vernetzung statt. Zumindest hat inzwischen jeder eine E-Mail-Adresse. Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das Mainstreamuser-Paradigma verändert und man sich nach etwas simpleren als der Facebook-Überfrachtheit sehnt.**
Fröhliches Kommentieren.
*Muhaha
** Aus Datenschutzgründen wird Facebook jedenfalls nie gekillt werden. Hand drauf.
Bildnachweis:
Bild (Header): Foto: Dunechaser, Lizenz: ![]()
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. Bild (Loose Talk): Foto: x-ray delta one, Lizenz: ![]()
. Bild (Killer): Foto: bitzcelt, Lizenz: ![]()
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Mahnwache am Gänseliesel
Mahnwache am Gänseliesel
Neuer Rohmaterialrekord: Nur 9 Minuten habe ich von der Mahnwache am Gänseliesel in Göttingen mit nach Hause gebracht. Selbst für meine Verhältnisse ist das wenig.
Es gibt da so eine Faustregel, dass man vom fertigen Video nur etwa 10 Prozent des Materials benutzt oder überhaupt benutzen kann. Finde leider keinen Link, der diese These unterstützt, wahrscheinlich habe ich das in den zahlreichen Büchern zum Thema Videojournalismus gelesen (von denen mich jetzt noch keines so wirklich umgehauen hat, Tipps nehme ich sehr, sehr gerne im Kommentarbereich an). Oder die Regel ist von mir.