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Hier sammle ich laengere Texte, Artikel und klassische Blogbeitraege.

Die Linkliste zum Sonntag

Die Linkliste zum Sonntag

Der Nano-Truck

Der Nano-Truck

Der Nano-Truck war in Göttingen - frisch ausgerüstet, renoviert und bereit für die Schüler. Noch einmal vielen Dank an Julia Donauer, die mich darin herumgeführt und dieses Erklärvideo ermöglicht hat.
Ich muss sagen: Am Anfang war ich skeptisch. Auch in meiner Schulzeit, haben manchmal solche aufgemotzten Trucks auf dem Schulhof besucht - aber anscheinend, kann man mit etwas Geld und Engagement inzwischen wirklich lohnenswerte mobile Ausstellungen auf die Beine stellen. Also liebe Schülerinnen und Schüler: Hört auf den Floyboy und geht nicht Weizen trinken, wenn der Nano-Truck mal bei euch vorbeischauen sollte.

Mensch, dann macht es doch selbst!

19.02.2026

Mensch, dann macht es doch selbst!


Wie lange gibt es das Internet jetzt schon? Mhm? Man könnte sagen seit 1969 (WP). Ist schon etwas älter, wa. Und wie lange gibt es in Deutschland schon organisierte Interessensverbände? Solange, wie es auch Vereine gibt, und Gilden und das Zunftwesen (WP). Also schon lange, sehr, sehr lange.
Und erst jetzt gibt es einen Verband, eine Lobby, die sich für Internet-Rechte einsetzt. Eigentlich ein starkes Stück. Ich meine, in Deutschland ist man doch sowas von stolz auf die Blogdebatten, oder? Und freut sich jetzt, dass es bald wieder ein Instrument gibt, was sie ordentlich darstellt. Und man fühlt sich doch auch schon längst politisch! Jeder mit einem Blog hat doch eins, zwei Sätze darüber verloren, wie scheiße er das damals mit dem Zugangserschwerungsgesetz gefunden hat. Und hat vielleicht auf Netzpolitik velinkt. Oder Heise.
Und jetzt wollt ihr mir tatsächlich sagen, dass ihr keine popeligen sieben Gründungsmitglieder zusammenbekommt, um der Digitalen Gesellschaft Konkurrenz zu machen? Das ist doch nicht Euer ernst, liebe Netizen. Das kann nicht Euer ernst sein.
Ich versuche mir immer meine kritische Sicht auf die Welt zu bewahren. Und da ich gestern mein erstes graues Haar liebevoll ausgerupft habe, muss man mir wohl nun auch eine gewisse Altersweisheit zugestehen. Aber ein Projekt, bevor es überhaupt richtig gestartet ist, so in den Dreck zu ziehen? Geht doch auf die Barikaden, wenn Markus scheiße baut! Aber stattdessen bemängelt ihr die Transparenz. Den Namen. Und überhaupt die Tatsache, nicht gefragt worden zu sein.
Meine wirklich ernst gemeinte Frage an euch: Hallo?! Wolltet ihr jede Revision der Ursprungssatzung sehen? Glaubt ihr, dass es die Digitale Gesellschaft heute gäbe, wenn die Ziele nicht hinter geschlossenen Türen ausgearbeitet worden wären? Ihr würdet euch immer noch streiten! Mitglieder? MitgliederInnen? Mitgliederinnen? Mitglieder_Innen? Wenn's überhaupt soweit gekommen wäre.
Ich kann von meiner Seite nur sagen: Ich weiß nicht, was die Digitale Gesellschaft bringen wird. Ich weiß nicht, ob das so eine Art Greenpeace nur fürs Netz ist. Aber ich bin richtig gespannt darauf, es zu erfahren und werde die Debatten auch solange intensiv verfolgen.
Aber bis dahin halte ich die Klappe und beende meine Tirade ganz konstruktiv mit einer kleinen Buchempfehlung.
Bild: NamensnennungKeine kommerzielle NutzungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten von Dunechaser

Die Linkliste zum Sonntag

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Alles, was wir machen müssen, ist: Fragen!

Alles, was wir machen müssen, ist: Fragen!

Crosspost
Was alle Nerds, was alle Geeks gemein haben ist die unbedingte Liebe zum Detail. Und wir können uns wirklich glücklich schätzen, in einer Zeit zu leben, in denen die Infos direkt vor unseren Füßen liegen. Die meisten Vertreter dieser Nerd-Spezies, würden der folgenden These höchstens still zustimmen, aber Geeks haben mehr mit Doctor Faust gemein, als ihnen lieb ist: Es geht ihnen darum, das Innerste zu verstehen, das die Welt zusammenhält. Und das Innerste, das findet man inzwischen nicht mehr über die Massenmedien, über die Tageszeitungen, nicht mehr in Bibliotheken – sondern direkt bei Experten. In Blogs, in Podcasts. Noch niemals in der Geschichte der professionalisierten Wissenschaft gab es so viele Fachmagazine, so viele Fachvideos und so viele Audios – frei zugänglich, für jeden. Man muss sie nur annehmen, wenn man mehr haben will, als einen Überblick.
Der zweite Schwachstrom-Themenstammtisch hat sich deshalb mit dem beliebten Bloginstrument „Wordpress“ beschäftigt. Und gleichzeitig auch damit, wie man heutzutage publizieren kann. Denn dadurch, durch das Verständnis der Plattform, durch das Verständnis der äußeren Struktur, kann man das Fremdpublizierte erst richtig einordnen.
Wie die regelmäßigen Leser dieser (ich setzte es mal in Anführungszeichen) „Internetpräsenz“bestimmt schon mitbekommen haben, werden wir uns als SeV von Grund auf erneuern . Und ich hoffe immer noch darauf, dass die äußere Form der neuen Darstellung zumindest einen geringen Teil des neuen Selbstverständnisses vom Verein ausmacht: kommunikativ, technisch, partyaffin.
Ich sehe die Möglichkeiten, die durch die doch sehr unterschiedlichen Mitglieder tatsächlich bestehen: Nämlich ganz simpel ausgedrückt, das weiterzugeben, was man kann. Dazu brauchen wir nicht unbedingt eine Agenda, oder eine feste, eine hierarchische Struktur. Dazu brauchen wir nur den Willen des Einzelnen sich einzubringen – und wenn dies durch einfaches Nachfragen geschieht - oder simples Interesse.
Letzte Woche hatten wir den gelungenen Auftakt unseres Schwachstrom-Online-Themenstammtisches. Timo hat über das fantastische Tool inSSIDer gesprochen . Habe ich davon alles verstanden? Mitnichten! Aber ich habe jetzt Ansatzpunkte um mein Wissen in puncto Wifi auszubauen.
Genauso hoffe ich, dass ich neugierig machen konnte, sich etwas mehr mit Wordpress auseinander zu setzen.
Vielleicht ist der Wandel, den ich mit dem Verein vorhabe, etwas zu krass. Wir haben zwar den Computer niemals nur primär dazu genutzt, Facebook-Status abzugeben – wir haben Gameserver aufgesetzt, eine funktionierende Intranetstrukturgeschaffen – aber wir waren eben: Ein LAN-Verein. Wir haben „nur“ Veranstaltungen organisiert, bei denen wir uns, bei denen sich unsere Gäste wohlfühlen können. Den Wandel zu einem Verein, indem jeder das anbietet, was er kann und will, auf technischer, auf IT-Ebene, ist vielleicht wirklich erst einmal etwas heftig und von mir egoistisch gedacht. Denn ich stelle mir das genial vor, von den Schwachmaten Denkanstöße zu bekommen. Oder Felder zu sehen, von denen ich bisher keine Ahnung hatte. Und ich denke dennoch: Euch könnte es genauso gehen. Denn alles, was wir machen müssen ist: Fragen! Dadurch können wir uns gemeinsam zumindest dem faustschen "Inneren" etwas besser annähern.