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Der Google-Reader ist bald nicht mehr. Na und?

Der Google-Reader ist bald nicht mehr. Na und?

Man nannte mich Fanboy. Mein Leben habe ich jahrelang über Google organisiert. Kalender, Mail-Account. Bilder hatte ich bei Picasa. Und alle meine Endgeräte waren so eingerichtet, dass mir die Daten immer und überall zur Verfügung standen, selbst wenn da ein Apfel hintendrauf war. Und, ja klar, meine RSS-Feeds habe ich im Google-Reader gesammelt.

RSS... was?! Kennt fast niemand. Hat man schon mal gelesen, klar. Aber nur so halb wahrgenommen. Wahrscheinlich hat Google deshalb den Dienst auch eingestellt. Oder zumindest angekündigt, dies zu tun. Denn richtig mainstream ist das alles nicht so wirklich geworden.

Das ging bisher immer wunderbar im Google-Reader; weil er offen war und von vielen Programmen und Apps benutzt werden konnte.

http://de.wikipedia.org/wiki/RSS bildet eine Möglichkeit, kurze Ausschnitte oder lange Artikel maschinenlesbar aufzubereiten. Das heißt: Ihr interessiert euch für ein paar Blogs, für ein paar Ressorts auf Newsseiten und müsst dank RSS nicht alle Seiten ansteuern, sondern könnt sie euch ganz bequem in einem RSS-Reader anschauen. Mir spart das unheimlich viel Zeit und bildet eine Schnittstelle, die ich für Twitter, Facebook und Linkorganisation nutze. Denn selbst ich muss versuchen, in mein heißgeliebtes Chaos etwas Ordnung reinzubekommen, um nicht gänzlich durchzudrehen.

Ja okay. Es hat sich ja angekündigt, dass Google den Reader nicht mehr so wirklich mag: Seit Ewigkeiten haben die Kalifornier den Dienst nicht weiterentwickelt und vor zwei Jahren sogar böse beschnitten, um Google+ zu pushen. Und natürlich gab es deshalb auch schon die ein oder anderen Gerüchte, dass Google den Dienst bald einstellen könnte. "Eigentlich entschieden sie sich irgendwann im Jahr 2010, den Service zu killen", https://www.quora.com/Google-Reader-Shut-Down-March-2013/Why-is-Google-killing-Google-Reader?srid=2Rw&=&share=1. Der ehemalige Produktmanager vom Reader zählt auf, wie das Team über die Jahre ausgeblutet ist: 2008 wurde es abgezogen um OpenSocial zu bauen, 2009 für Buzz und 2010 sollten sie Google+ mitentwickeln. "Ironischerweise glaube ich, dass Google das Reader-Team abgezogen hat, um diese anderen Social-Services zu entwickeln, weil das Team einfach 'Social' verstanden habe".

Und heute war es dann soweit: http://googleblog.blogspot.de/2013/03/a-second-spring-of-cleaning.html. Der Google-Reader wird eingestellt. Weshalb ich auch endlich einen Grund hatte mich um Alternativen zu kümmern. Und dabei bin ich auf eine wunderbare Lösung gestoßen: Das kostenpflichtige http://www.feedafever.com/.

Fever finde ich aus mehreren Gründen genial:

  • Man hostet das Script selbst
  • Die Einrichtung ist denkbar einfach
  • Das Konzept ist innovativ
  • Andere Apps bieten schon eine Fever-Unterstützung an

Erhöhte Temperatur: Je mehr Quellen sich auf einen Artikel beziehen, umso heißer ist der auch.
Erhöhte Temperatur

Eine simple und gerade deswegen auch geniale Idee: Fever wertet nämlich gleich einmal aus, wie viele Feeds sich eigentlich auf die gleiche Quelle beziehen. Denn wenn viele über etwas schreiben, dann ist das ja bestimmt auch wichtig. Fever gibt einem zusätzlich noch die Möglichkeit, ob man die heißesten Artikel des Tages, der Woche, etc. anzeigen zu lassen. Eine Art privates http://www.rivva.de, sozusagen.

Um die Ergebnisse noch zu präzisieren, kann man in Fever sogenannte Sparks anlegen. Das sind Feeds, die nicht im Hauptfeed angezeigt werden, aber trotzdem die Temperatur von den Artikeln erhöhen können. Alles klar? Da kann man beispielsweise die Feeds aus Pinboard, Delicious oder anderen Bookmarkin-Dienste reinhauen. Meistens sind die Links ja toll, die Präsentation (nur der Linktext) aber wenig ansprechend. http://pinboard.in/u:floyboy. Haut man von interessanten Leuten die Bookmarks in Fever, dann werden die Ergebnisse natürlich auch interessanter – und man muss sich nicht durch Linkwüsten quälen.
Übersichtliches Design

Drei Spalten sollen für die Übersicht sorgen.

Zum Design kann man eigentlich nix sagen; denn es existiert nicht so wirklich. Shaun Imman ordnet das Feedchaos in drei Spalten: Die Ordner, die Quellen und die Beiträge. Ein Menü steht etwas uninspiriert ganz links zur Verfügung.

Aber es funktioniert. Auch wenn mir die Farbauswahl, die uns der Entwickler vorgibt, nicht so wirklich zusagt, ist die GUI durchdacht, logisch und übersichtlich. Und man kann es gänzlich über die Tastatur bedienen.

Am iPhone kann man Fever inzwischen schon mit der Reeder-App verbinden. In den Mac-Versionen ist das leider noch nicht möglich.
Alles in der eigenen Hand

Und mit der größte Vorteil: Wenn ich den Dienst einstellen möchte, kann ich das tun. Denn: Ich bin mit dem Dienst erst einmal autark. Und das ist ein tolles Gefühl.

Jetzt brauche ich nur noch eine funktionierende Alternative für die Google-Docs. Kalender synce ich nun mit der Kalender-App von Apple, für Mails habe ich meinen eigenen Server, Bilder kommen in die Dropbox. Google ist mich fast ganz los. Ganz unemotional. Vom Fanboy bis zu diesem Punkt hat das nicht einmal zwei Jahre gedauert.

Nicht schlecht, Google.

Open Social Media Monitoring

Open Social Media Monitoring

Die beste Strategie im Social Web bringt herzlich wenig, wenn man die Stimmungen nicht erfasst und regelmäßig schaut: Was interessiert wen und vor allem auch noch: wie sehr interessiert es denn? Um das alles zu monitoren gibt es Tools wie Sand am Meer. Auf der einen Seite gibt es die kostenpflichtigen Tools. Goldmann Interactive (gehört zur http://de.wikipedia.org/wiki/Goldbach_Group) hat 2012 diese Übersicht aus kostenpflichtigen Tools zusammengestellt. Die Infografik gibt's der Lesbarkeit halber am Ende des Artikels.

Daneben gibt es auch haufenweise mal bessere, mal schlechtere Opens Source Tools. Der größte Unterschied zu den kostenpflichtigen: Statt eines Tools, muss man sich die wichtigsten Bausteine selbst zusammensuchen. Das klingt nach Arbeit – und die haben euch Christine Heller und Tim Krischak auf dem Monitoringcamp in Hamburg abgenommen. 

http://de.slideshare.net/tkrischak/kostenlose-social-media-monitoring-tools from http://de.slideshare.net/tkrischak
Wie man "richtig" monitort, das ist nicht nur einen eigenen Blogbeitrag wert, sondern viel mehr: Ein eigenes Blog. Und da sind andere eindeutig besser als ich.

Dennoch will ich euch auf ein Tool hinweisen, dass ich jetzt seit ein paar Wochen nutze, und von dem ich doch sehr angetan bin: Das http://openstream.github.com/open-social-media-monitoring/. Zum einen ist es Open Source und läuft auf dem eigenen Server. Zum anderen kann man auch noch ganz genau per Cronjob definieren, wie oft das Tool die Daten aus den sozialen Netzwerken auslesen soll.

Fazit: Kleines Tool, bei dem man die volle Datenkontrolle hat. Die geringe Versionsnummer bemerkt man vor allem bei der Installation.

Meine wichtigsten Plugins für Wordpress

19.02.2026

Meine wichtigsten Plugins für Wordpress

Ich habe etwas unter der Haube vom Floyboy geschraubt und mich gefragt, warum ich euch nicht daran teilhaben lasse.
Bisher wollte ich die Installation von Wordpress so plain wie möglich halten. Aber mit meinem Anspruch das Blog hier etwas zu professionalisieren passt das nicht mehr so ganz zusammen. Deshalb möchte ich euch hier meine Lieblingsplugins vorstellen.

Suchmaschinen-Optimierung (SEO)

SEO Ultimate
Bisher habe ich immer das All in One SEO Packgenutzt. Super Tool, keine Frage. Es erstellt automatische Tags für Google und bietet ein grundfestes Fundament zur Suchmaschinen-Optimierung. Allerdings wurde mir das Tool mit der Zeit zu schwachbrüstig. Als kostenlose Alternative nutze ich deshalb hier auf dem Floyboy produktiv SEO Ultimate. Die Einstellungsmöglichkeiten erschlagen vielleicht auf dem ersten Blick; allerdings reicht es für Anfänger vollkommen aus, die grundlegende Funktionalität zu nutzen: Nämlich an einem Post eine Description mit den wichtigen Tags anfügen zu können.
Momentan nutze ich das Plugin um für die Hauptseite des Floyboys eine Meta-Description zu generieren.  Diese Description wird beispielsweise bei Google angezeigt, wenn direkt die Domain als Suchergebnis ausgespuckt wird. Wordpress bietet hierfür nämlich keine Einstellungsmöglichkeiten an. Außerdem habe ich ebenfalls für die Blog-Homepage Meta-Keywords vergeben, um besser gefunden zu werden.
Follow oder nofollow – das ist hier die Frage!
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Nofollow-Manager. Nofollow-Links sagen nämlich den Spinnen von Google: Ab hier geht's nicht weiter. Normale Links ohne dieses Attribut lassen den Page-Rank der verlinkten Seiten steigern. Und das möchte ich eigentlich nicht – zumindest nicht bei großen Seiten, die das nicht nötig haben. Wenn ihr beispielsweise ein Twitter-Plugin benutzt, dass unter jedem Post, direkt auf Twitter verlinkt, habt ihr standardmäßig zehn Links auf eurer Blog-Startseite, die den Page-Rank von Twitter in die Höhe treiben. Kann man natürlich gutheißen. Ich verfolge allerdings den Ansatz, kleinere Seiten für Google interessanter zu machen. Dazu nutze ich das Do Follow-Pluginvon Denis de Bernardy: Standardmäßig sind nämlich die Links in den Kommentaren als Nofollow deklariert. Ich bin aber ziemlich glücklich, wenn sich jemand hierher verirrt und dann noch kommentiert. Das Plugin macht dann nichts anderes, als das Nofollow-Attribut in den Kommentaren zu deaktivieren. Wodurch die Seiten der Kommentatoren für Google ein klein wenig attraktiver werden.
Über den Nofollow-Manager steuere ich zudem, dass Links, die auf interne Seiten verweisen, automatisch als nofollow deklariert werden. Denn manche Leute sagen, dass das Google nicht mag. Ich kann das natürlich nicht beweisen, aber ich glaube daran. Immerhin.
XML-Sitemaps
XML-Sitemap
Als weitere SEO-Maßnahme nutze ich Google-XML-Sitemaps. Sitemaps erlauben es, Suchmaschinen URLs zu zeigen, die gecrawlt werden wollen. Man kann damit Google sagen, wann eine Seite geändert wurde, wie oft das passiert und überhaupt: Wie wichtig sie im Vergleich zu anderen Seiten ist. Das Plugin erledigt das automatisch und ziemlich gut. Es gibt die Sitemap  als XML aus und erstellt außerdem eine gezippte Version.