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Hier sammle ich laengere Texte, Artikel und klassische Blogbeitraege.

Göttinger Band Parade

Göttinger Band Parade

Eine neue Bandserie! Das war DAS Projekt die letzten Wochen: Die "Göttinger Band Parade". Die Porträtserie ist derzeit noch an die Finalistenbands von Rock am Kaufpark gekoppelt, wird aber höchstwahrscheinlich Ende des Jahres eine eigene Rubrik im Blatt bekommen. Die Idee dahinter: Wir stellen Bands vor. Und versuchen gemeinsam, ein ordentliches Porträt zu stemmen. In Bewegtbild und Print. Wenn ihr selbst Lust habt, da als Teilnehmer mal mitzumachen, kontaktet mich einfach irgendwie.
Vom Konzept her, ging die Serie wunderbar auf: Verschiedene Locations und verschiedene Rubriken. Momentan sind das:

  • Probesituation
  • Die Band
  • A cappella/unplugged
  • Die Historie in 30 Sekunden
  • Outtakes

Die Rubriken können sich natürlich in Zukunft noch verändern. Momentan bin ich mit der Probesituation nicht allzu zufrieden. Sound ist über den Japaner nicht so toll und die Proberäume gleichen sich doch ziemlich. Aber vielleicht ist mein Blick auch einfach zu eingeengt. Auch die Historie könnte sich relativ schnell auslutschen: "Ich kannte den, wir haben dann den getroffen und am Ende nen Drummer gesucht - und mit dem gefunden." Das passt bestimmt auf über 90 Prozent der Bands.
Über eure Meinung wäre ich deshalb ziemlich dankbar.
Die Bilder der Teiler habe ich mir aus archive.org gezogen. Wer das Internetarchiv noch nicht kennt: Dort liegt sehr viel, sehr geniales Material einfach so public domain (WP) rum.
Die erste Band der Reihe war David Cash (Homepage, Facebook, Myspace).Danach kam: Peanut Gallery (Facebook, Myspace).Und gestern fertig geworden: das Porträt über Salacious' Monkeys (Facebook, Myspace)Kritik und Lob bitte in die Kommentare.

Internet Kolumne (2): Bud Spencer und die Bibel

Internet Kolumne (2): Bud Spencer und die Bibel

Ach. Ich bekomme die letzten Wochen nicht einmal mehr meine Chronistenpflicht hier auf archiv.floyboy.de hin... Schande über mein Haupt! Deshalb beginne ich jetzt erst einmal mit einer ollen Kamelle aus der vergangenen Woche: Der Internet-Kolumne. In der ich mir auf 66 Zeilen sehr viel, wahrscheinlich zu viel vorgenommen habe. Nämlich Meme zu erklären als Netzableitung des sozialen Codes.
Das Bud Spencer Mem hat sich inzwischen auch schön weiterentwickelt - Schwäbisch Gmünd möchte das Schwimmbad nach dem Schauspieler benennen.
Die Kolumne:
Im Alten Testament im Buch der Richter steht geschrieben: „Sag doch einmal ‚Schibboleth‘. Sagte er dann ‚Sibbolet‘, weil er es nicht richtig aussprechen konnte, ergriffen sie ihn und machten ihn nieder.“ Schibboleth ist ein Sprachtest, ein sozialer Code.
Wenn Sie heutzutage von einem Kölner aufgefordert werden: „Sarrens ma Blootwoosch“, dann können Sie sich mit der Antwort „Flönz“ ganz schibbolethmäßig als kölsches Urgestein ausgeben – ohne die alttestamentarischen Konsequenzen. Gruppen heben sich damit von der Allgemeinheit ab. Vielleicht hat deswegen der Atheisten-Papst Richard Dawkins solche Verhaltensweisen mit den Genen verglichen. In seinem 1976 erschienenen Buch „Das egoistische Gen“ definierte er so etwas wie Fortpflanzungsgedanken. Übersetzt: Ideen, die einen Nerv treffen, werden weitergetragen. Und schlussendlich teil einer Gruppe. Diese Gedanken nannte er Meme. Schibboleths sind also Meme. Und das Netz ist voll von ihnen. Man muss sie nur erkennen.
Geben Sie einfach mal in der Suche Ihres Vertrauens „Lolcats“ ein: Sie werden Katzen in allen denkbaren Situationen finden – angereichert mit Sprüchen in schlechtem Katzenenglisch. Mit Bezügen auf die Popkultur oder aber auch auf andere Meme.
Steuerbar sind diese Meme nicht. Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat nicht damit gerechnet, dass eine Online-Abstimmung für die Namenswahl eines Tunnels so hohe Wellen schlägt: Eine Facebook-Gruppe mit über 40000 Mitgliedern macht sich für den Namen „Bud-Spencer-Tunnel“ stark. Zusätzlich gibt es inzwischen Fan-Songs, eine Website und T-Shirts. Auch Bud Spencer hat erklärt, dass er zu der Einweihungsfeier komme – falls der Tunnel nach ihm benannt werde.
Zur Originalveröffentlichung

Internet-Kolumne (1): Über Kaffee und Google

Internet-Kolumne (1): Über Kaffee und Google

Im Jahr 1991 galt es in Cambridge noch als absolute Innovation, aus rein egoistischen Gründen die Kaffeemaschine im Nachbarraum abzufilmen. Zwei Jahre später konnte jeder Internetnutzer live verfolgen, wer den letzten Tropfen aus der Kanne genommen und keinen neuen aufgesetzt hat.
Heutzutage lächeln wir darüber. Die Intention bleibt aber verständlich: Bequemlichkeit hat für die Erfindung der ersten Webcam gesorgt – gepaart mit der Sorge, aufzustehen und nur noch den Kaffeesatz in der Kanne vorzufinden. Heute bräuchte solch ein Internetdienst mehr, um erfolgreich zu sein. Zum Beispiel eine Abstimmfunktion, wer die nächste Kanne aufsetzen soll. Mit einer zusätzlichen Benachrichtigung in Facebook: „Ihre lieben Kollegen haben entschieden, dass Sie neuen Kaffee kochen müssen“. So ist das Internet jetzt.
Mit schnöden Kaffeemaschinen alleine lässt sich nur noch wenig Geld verdienen. Mit Nutzerdaten schon. Mag der Nutzer überhaupt Kaffee? Welche Sorte? Können wir da gleich passende Werbung anbieten? Der Markt für diese Informationen ist heiß umkämpft.
Die größten Unternehmen, die derzeit um die Gunst der Nutzer buhlen sind Facebook und Google. Und da überrascht es auch nicht , dass Google jetzt einen Facebook-Konkurrenten auf den Markt der sozialen Netzwerke gebracht hat. „Google+“ heißt der Dienst und ist seit gut einer Woche online.
Überraschend an der Sache ist vielmehr: Die Nutzer mögen ihn. Aufgeräumt kommt er daher, technisch auf dem neuesten Stand und ganz ohne nervige Horoskop-Meldungen oder Fragen, die ein Freund über einen anderen Freund beantwortet hat. Aber ob er sich ebenso erfolgreich wie Facebook entwickeln wird? Das käme Kaffeesatzleserei gleich.
Originalveröffentlichung beim Göttinger Tageblatt

Prozessvideos: "Time is a predator"

Prozessvideos: "Time is a predator"

Was ist das Nervigste an den Jobs von Starfleet-Captains und von Journalisten? Das Warten. "Someone once told me that time was a predator that stalked us all our lives" hat Captain Picard dazu mal gesagt. Nun ja. Eigentlich zu etwas ganz anderem, aber ich finde das richtige Zitat gerade nicht. Und passt ja auch irgendwie.
Heute wurde das Urteil zu Jan O. gesprochen - und von gefühlt allen Sendern waren Filmteams da. Natürlich nicht im Gericht, sondern davor. Denn es ist ja nur gestattet, bis zu dem Punkt zu filmen und zu fotografieren, bis der Richter sich setzt. Das war selbst bei Barbara Salesch so, die zu beginn ihrer TV-Richter-Karriere noch echte Fälle behandelt hat (wir erinnern uns an den Maschendrahtzaun?). Und zwar nicht im Gericht, sondern in einem TV-Studio, das einem Sitzungssaal nachempfunden war. Ein kleiner Kniff um das Filmverbot zu umgehen.
Bei solchen Terminen heißt es dann also: Zwei Minuten im Sitzungssaal filmen und eineinhalb Stunden davor warten um sich noch ein Statement von Verteidigern und Vertreter der Nebenklage zu holen. Und wenn man dann nicht so wie die Kollegen von RTL und NDR mit Tonangeln und sehr viel Personal auftaucht, ist es fast unmöglich einen gut verständlichen O-Ton mit in die Redaktion zu bringen. Da wünscht man sich doch wirklich jemanden zusätzlich, der den Interviewpartnern das Mikro vor den Mund hält. Auch wenn es in diesem unglaublich-grellen Sat-1-Pink ist.

Die Tageblatt-Jubelkugel

Die Tageblatt-Jubelkugel

Wenn die Chefin gute Laune hat, dann gibt es manchmal auch ganz spezielle Arbeitsaufträge. Heute: Ein Video über die Jubelkugel - direkt aus der Redaktion.

Sie ist lichtempfindlich und plärrt ständig iin Herbert-Zimmermann-Manier "Tor, Tor, Tor!". Die Jubelkugel macht Stimmung wenn's hell wird. Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag zu Fan-Artikeln bei der Fußball-WM der Frauen.