Adaption - Der Orchideen-Dieb2002

Adaption - Der Orchideen-Dieb

Inhalt:

Der Drehbuchautor Charlie Kaufman wird von Selbstzweifeln geplagt. Als er den Auftrag annimmt, den auf Tatsachen basierenden Roman "Der Orchideendieb" zu adaptieren, ist er echt überfordert - und kommt auch mit der Roman-Autorin Susan Orlean nicht klar. Zu allem Übel nistet sich auch noch sein Zwillingsbruder Donald bei ihm zu Hause ein. Begeistert versucht Donald, seinem Bruder nachzueifern und schüttelt mal eben ein Skript über einen Serienkiller mit multipler Persönlichkeit aus dem Ärmel. Zudem hat sein Bruder auch noch regelmäßig Sex, während Charlie nicht einmal ein erstes Date gelingt. Eines Tages jedoch hat Charlie eine folgenreiche Inspiration. Er bricht die goldene Regel Er wird sein eigenes Dilemma als Rahmenhandlung in das Drehbuch einbauen! Damit setzt Charlie unbeabsichtigt eine Kettenreaktion von Ereignissen in Gang, die das Leben aller Beteiligten auf verrückt-verwirrende Weise miteinander verknotet.

Als ich den Film auf dem Röhrenmonitor in meinem Kinderzimmer in mieser Qualität das erste Mal gesehen habe, hat der mich einfach umgeblasen. “Being John Malkovich” war bei uns schon Kult und Adaption hat da noch eine Schippe draufgelegt. Gerade der actiongetriebene letzte Akt im Kontrast, die Meta-Ebenen und diese für den kleinen Flo komplette neue, verschwurbelte Art des Erzählens: Das war groß!

“Adaption” ist ein Film, der für mich als Reverenz stand und steht. Als Fixpunkt, mit dem ich andere Filme, Bücher, ja, Ideen verglichen habe. Und der mich geprägt hat.

Hätte ich ihn nur nicht noch einmal angeschaut.

Der Anfang klebt zu sehr, in der Mitte verliert er sich etwas. Das Ende finde ich immer noch toll.

Nur das Meisterwerk, das mich immer noch umbläst, das ist “Adaption” nicht mehr.

Leider.

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