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#Filme

Filme, Filmkultur und alles rund um Kinofilme, TV-Filme und bewegte Bilder.

Wicked, 2024

Wicked ist ein Fest für die Sinne – ein bombastisches Musical mit Herz, Magie und einer Prise Rebellion. Ja, es ist eine klassische „Ich bin anders“-Coming-of-Age-Geschichte, aber die kleinen und großen Ideen im Wordbuilding, machen den Unterschied.

Fantastische Bilder, eine grandiose musikalische Untermalung und inszenatorische Highlights sorgen für ein Erlebnis, das sich einfach gut anfühlt. Ariana Grande und Cynthia Erivo singen und spielen sich die Seele aus dem Leib, während Michelle Yeoh nach ihrem eher nüchternen Auftritt in Section 31 hier zeigt, dass sie auch fies kann. Und dann ist da noch Jeff Goldblum – und er macht, was Jeff Goldblum eben macht: Er ist er selbst. Und das großartig.

The Substance, 2024

„I need you because I hate myself.“ The Substance ist Cronenberg-Body-Horror mit emotionaler Kälte: ein Film über Entfremdung, fehlende Kommunikation und die Eskalation von Egoismus in brutaler Konsequenz. Aggressionen stauen sich, bis sie, nun ja, explodieren.

Visuell stark ist der Wechsel zwischen verstörenden Nahaufnahmen und Weitwinkel-Panoramen. Das funktioniert für mich, weil  die Bildsprache präzise ist, nie bloß artsy, sondern ironisch gebrochen. Und vor allem, weil sie weiß, was sie will.

Der Film ist etwas zu lang, das Ende schwächer als der Rest. Trotzdem: ein kluges, verstörendes Werk.

Shoplifters, 2018

Shoplifters bietet unglaubliche Bilder und ist warmherzig erzählt, mit leisen Zwischentönen und großer Empathie für seine Figuren. Hirokazu Kore-eda baut eine fragile und surreale Geborgenheit am Rande der Gesellschaft auf, die sich in liebevollen und manchmal auch unglaublichen Details entfaltet. Doch zum Ende hin weicht die sanfte Melancholie leider der Realität, schleichend und unausweichlich und wird dabei zur harten Traurigkeit. Vielleicht ist ja so das Leben, aber den Figuren hätte ich was besseres gewünscht - eine Familienbande.

Hirokazu Kore-eda baut eine fragile und surreale Geborgenheit am Rande der Gesellschaft auf, die sich in liebevollen und manchmal auch unglaublichen Details entfaltet. Doch zum Ende hin weicht die sanfte Melancholie leider der Realität, schleichend und unausweichlich und wird dabei zur harten Traurigkeit. Vielleicht ist ja so das Leben, aber den Figuren hätte ich was besseres gewünscht - eine Familienbande.

The Calendar Killer, 2025

Nach den für mich bisher eher enttäuschenden Fitzek-Adaptionen, habe ich ohne große Erwartungen Der Heimweg geschaut. Und das war gut so: Der Film bietet solide Unterhaltung, wenn man den Kopf ausschaltet.

Erst danach habe ich gesehen, dass Der Heimweg von Adolfo Kolmerer inszeniert wurde; das hat den Film in meiner Wahrnehmung sogar aufgewertet. Denn ja, Schneeflöckchen hat mich damals enttäuscht, weil es zu sehr auf Stil setzte und zu wenig Substanz bot. Aber hier wirkt Kolmerer gezielter, fokussierter. Manche Sequenzen sind schlichtweg toll – packend, visuell stark, ja, fast poetisch. Und das hebt den Film weit über die Kategorie „deutscher Thriller von der Stange“ hinaus.

Fazit: Kein Meisterwerk, aber ein überraschend starker deutscher Thriller, der dank Kolmerers Handschrift aus dem verfilmten Fitzek-Mittelmaß hervorsticht.

Erst danach habe ich gesehen, dass Der Heimweg von Adolfo Kolmerer inszeniert wurde; das hat den Film in meiner Wahrnehmung sogar aufgewertet. Denn ja, Schneeflöckchen hat mich damals enttäuscht, weil es zu sehr auf Stil setzte und zu wenig Substanz bot. Aber hier wirkt Kolmerer gezielter, fokussierter. Manche Sequenzen sind schlichtweg toll – packend, visuell stark, ja, fast poetisch. Und das hebt den Film weit über die Kategorie „deutscher Thriller von der Stange“ hinaus.

Fazit: Kein Meisterwerk, aber ein überraschend starker deutscher Thriller, der dank Kolmerers Handschrift aus dem verfilmten Fitzek-Mittelmaß hervorsticht.

The Wild Robot, 2024

“The Wild Robot” ist der beste Pixar-Film seit langem, der keiner ist.

DreamWorks hat mit “The Wild Robot” nämlich einen Animationsfilm geschaffen, der mich gleichzeitig zum Lachen und Weinen bringt – und dabei das Herz wärmt wie kein anderer Film seit langem. Ganz ehrlich? Ich hätte nie gedacht, dass mich die Geschichte von einer Gans, die fliegen lernen muss, so fesseln kann.

Die Animationen sind atemberaubend, die Musik reißt mit, und die Dialoge treffen mitten ins Herz. 

Doch was “The Wild Robot” wirklich so besonders macht, ist seine Botschaft. In einer Welt, die sich irgendwie einfach nur kacke anfühlt, erinnert uns dieser Film daran, dass echte Stärke aus Solidarität, Mitmenschlichkeit und Freundlichkeit entsteht. Ohne belehrenden Zeigefinger.

Und wenn selbst Roz ihre Programmierung erweitern kann, dann können wir das bestimmt auch.