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#Social Media

Allgemeine Themen zu Social Media, Plattformen, Reichweite und Netzlogik.

Youtube entwackelt.

19.02.2026

Youtube entwackelt.

Unten das Video hat die fan-tas-tische Kollegin™ mit unserer kleinen Cam aufgenommen - macht super Bilder, satte Farben. Allein: Ohne Stativ ist das Ding eigentlich unbenutzbar. Tolles Rohmaterial kam also heraus, aber sehr verwackelt.
Unsere Software unterstützt entwackeln nicht.
Aber da wir ja nicht auf den Kopf gefallen sind, hier eine kleine Anleitung zum Entwackeln - und zwar mit Youtube. Wenn Ihr beispielsweise in eurem Account auf "Meine Videos" klickt, seht ihr Folgende Navigation:

Übersichtsfenster
Effekte
Klickt auf Videoeditor (professionell farblich hervorgehoben) und zieht einfach das zu bearbeitende Vid unten in die Timeline (links). Ihr seht: Es gibt den Menüpunkt "Effekte". Einmal darauf klicken und ihr kommt zu dem Fenster rechts. Ich habe die Vorschau aktiviert und die Funktion "Video stabilisieren" angehakt. Je nach Verwacklungsgrad könnt ihr entscheiden, wie  sehr die Algorithmen von Youtube zur Tat schreiten sollen.
Wie ihr auch an dem Bild seht: Die Entwacklungsfunktion klappt nur, indem man das Bild etwas vergrößert. Je nachdem wie stark ihr das nun einstellt, wird der Ausschnitt, der am Ende bei rauskommt, vielleicht zu klein sein. Anders als mit professioneller Software könnt ihr nämlich nicht entscheiden, welcher Bildausschnitt entwackelt werden soll. Aber dafür, dass das wirklich jeder (mit einem Google-Account) benutzen kann, finde ich die Funktion fantastisch! Ihr müsst am Ende nur noch abspeichern und warten, bis Youtube fertig gerechnet hat.
Wie das dann am lebenden Objekt funktioniert, das seht ihr in folgender Koproduktion. Geht übrigens um die Hannover Messe:

Die älteste aller Kommunikationsformen. (Liebeserklärung)

19.02.2026

Die älteste aller Kommunikationsformen. (Liebeserklärung)

Weswegen ich mich schon vor Jahren bei StudiVZ abgemeldet habe? Zumindest nicht, weil es die Entwickler verpasst haben, dem Portal neue Funktionen hinzuzufügen. Es lag auch nicht daran, dass alle meine Freunde zu Facebook rübergewandert sind - im Gegenteil: Am Anfang war ich da drüben bei den Amis noch ziemlich alleine. Etwas anderes ging mir aber sowas von auf den Senkel: Bei StudiVZ wurden an mich versendete Nachrichten nicht in der Mail angezeigt.


Ich bekam zwar immer eine Mitteilung, dass mir jemand etwas geschrieben hat, aber nicht was - und fühlte mich immer wie Captain Picard, wenn er wieder einmal per Kommunikator zu hören bekam: "Captain, Captain, kommen Sie bitte sofort hier runter in den Maschinenraum. Wir haben eine sehr delikate Situation." Arrgh. Natürlich war das ein Autorenkniff und dem Spannungsbogen geschuldet, aber mein Leben ist eigentlich spannend genug.* Wenn mir einer etwas schreibt, möchte ich das sofort lesen. Ich möchte mir das nicht für diesen ganz speziellen Augenblick bei Kerzenschein und einem guten Glas Wein aufbewahren - nur damit die Portalbetreiber einen Login mehr verbuchen können. Ich will das sofort wissen. Auch wenn's sich nur - rein theoretisch - um Verbalrotz handelt.
Facebook macht das. Und layoutet die Mails inzwischen so, dass man Konversationen sehr schön folgen kann. Das gefällt meinem Soforttrieb. Das war damals der eigentliche Wechselgrund.
Mails zuverlässiger als Push-Notifications
Und auch als iPhone-Nutzer bin ich immer noch auf diese älteste aller Kommunikationsformen angewiesen. Ich weiß zwar nicht warum, aber die Push-Notifications bei Facebook oder bei Twitter funktionieren mal, mal nicht. Keine Ahnung, woran das liegt. Aber was immer zuverlässig klappt, sind die Mail-Benachrichtigungen, wenn mich beispielsweise jemand mal wieder als Freund hinzufügen möchte.
Renaissance der Mail
Mails haben dank Smartphone bei mir die SMS komplett abgelöst. Ein "Gesendet mit meinem iPhone" versteht jeder. Nein, wissen dann meine geschätzten Empfänger, dieser stakkato-Stil mit den diversen Rechtschreibfehler - das hat nichts mit Unfreundlichkeit zu tun. Der Heinz hat nur zu dicke Finger! Vielleicht sollte ich den Hinweis aber doch weglassen... Hermetisches Schreiben ist das Stichwort.
Auf jeden Fall hat die Mail die Spamseuche des letzten Jahrzehnts überlebt, meine Mailfilter sortieren für mich vor... ja, die Mailrenaissance ist angebrochen - zumindest für meine direkte Kommunikation als Plapper-Medium.
Facebook, Delicious, Twitter, mein Google Reader, die sammeln alle optionalen Infos für mich. Wenn ich da mal eine Woche nicht reinschaue, ist das kein Untergang. "Alles als gelesen markieren". Aber meine Inbox, die muss zumindest überflogen werden. Das Problem der Mail: Sie wird unterschätzt - in der zwischenmenschlichen Kommunikation.
Die E-Mail als Facebook-Killer

Diese These hat bisher noch niemand gewagt aufzustellen. Wird also mal Zeit. Bemerkenswert: Ich habe keine Statistiken darüber gefunden, ob Smartphone-Nutzer nun öfter mailen, ob die Nutzung exponentiell wächst oder ob ich einfach nur tierisch veraltet denke - oder besser doch an meinen Recherche-Fähigkeit zweifeln sollte.
Aber etwas aufgebohrt, so nach XFN-Prinzip (Wikipedia), wäre es doch einmal eine Überlegung wert. Ich rede nicht von so etwas wie Wave, das war viel zu mächtig. Vielmehr von einer im Protokoll implementierten Möglichkeit, persönliche Maillisten zu erstellen. Was Facebook eben "Gruppen" nennt und Diaspora "Aspekte". Und jetzt kommt mir nicht mit: "Das gibt's doch schon längst - nennt sich Verteiler". Das weiß ich auch. Nur weiß ich nicht, in welchem Verteiler meine Adressen stehen. Es findet absolut keine Vernetzung statt. Zumindest hat inzwischen jeder eine E-Mail-Adresse. Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das Mainstreamuser-Paradigma verändert und man sich nach etwas simpleren als der Facebook-Überfrachtheit sehnt.**
Fröhliches Kommentieren.
*Muhaha
** Aus Datenschutzgründen wird Facebook jedenfalls nie gekillt werden. Hand drauf.
Bildnachweis:
Bild (Header): Foto: Dunechaser, Lizenz: NamensnennungKeine kommerzielle NutzungWeitergabe unter gleichen Bedingungen. Bild (Loose Talk): Foto: x-ray delta one, Lizenz: NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen. Bild (Killer): Foto:  bitzcelt, Lizenz: NamensnennungKeine kommerzielle NutzungKeine Bearbeitung.

Facebook-Spam

19.02.2026

Facebook-Spam

Facebook

Endlich hab ich den Spam in meinem E-Mail-Postfach unter Kontrolle, geht es bei Facebook weiter: Vor ein paar Tagen haben sich zwei Videos seuchenartig in meiner Timeline verbreitet. Und ich habe auch selbst drauf geklickt. Es ist dann doch etwas anderes, wenn man eine 'Empfehlung' von Freunden bekommt, statt von afrikanischen Unternehmern totsichere Jobangebote zu bekommen. Da ich nicht weiß, ob Facebook die Lücke schon gestopft hat, hier ein paar Zeilen:
Es gibt zwei Möglichkeiten an einen Gefällt-Mir-Klick zu kommen, ohne dass ihr bewusst auf den Button drücken braucht (oder gar nicht erst klicken müsst).

  1. Bei einem Miley-Cyrus-Video reichte es nur, auf den Facebook-Link zu klicken, um sich in eurer Timeline einzunisten. Für das geht? Philipp hat die funktionsweise des Wurms schön aufgeschlüsselt.
  2. Bei einem anderen Video (Guten-Morgen-Schatz geht daneben) landete man auf einer nachgebauten YouTube-Seite. Klickt man - wie gewohnt - auf das Video, wird automatisch ein Gefällt-Mir-Klick gleich mit ausgeführt. Wie das geht? David hat die Antwort.

Letztes Jahr gab es übrigens auch schon Probleme, wie Golem schreibt. Wie kann man sich schützen? Nicht auf die beiden Videos klicken und auch sonst nicht jeden scheiß anschauen, nur weil er auf Youtube liegt*.  Und wenn's theoretisch zu spät ist:

* Memo an mich selbst