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Hier sammle ich laengere Texte, Artikel und klassische Blogbeitraege.

Kleines Final-Cut-Tutorial

Kleines Final-Cut-Tutorial

Wie bediene ich Final Cut 4? Ich habe mich relativ spontan (haha) vor meinen Mac gesetzt und dieses Anfänger-Tutorial aufgenommen. Wer mit dem Schnittprogramm schon gearbeitet hat, für den gibt es wahrscheinlich wenig neues. Das Video richtet sich an blutige Anfänger.
Kurze Inhaltsbersicht:

  • Wie ist Final Cut 4 aufgebaut?
  • Wie importiere ich Videos?
  • Erklärung der einzelnen Fenster
    • Browser
    • Viewer
    • Canvas
    • Timeline
    • Leider vergessen: Audiopegel und Auswahlwerkzeuge
  • Videoschnitt
  • Audioschnitt

Kurze Shortcut-Liste:
B: Wechsel zum Schnittwerkzeug
A: Wechsel zur Maus
N: Einrastfunktion
Shift-L: Audio/Video koppeln und entkoppeln
I: In-Punkt setzen
O: Out-Punkt setzen
P: Audiopunkte setzen
Was ich vergessen habe:
Falls ihr einmal die Fenster durcheinander gebracht habt, könnt ihr unter "Fenster -> Anordnen -> Standard" die ursprüngliche Arbeitsfläche wiederherstellen.
Achtet immer auf den Ton! Rechts gibt es ein optisches Werkzeug, an dem ihr den Tonausschlag überprüfen könnt. Gelb ist optimal. Wobei: Wenn ihr ein leises Video im Wald aufnehmt und dann einen lauten Laster daneben schneidet, ist gelb nicht optimal: Denn da haben dann alle schon den Ton an ihren Geräten lauter gestellt. Deshalb: Schneidet so, dass niemand die Lautstärke vom Video am Ende händisch nachjustieren muss.

Tageblatt-Videos jetzt... anders

Tageblatt-Videos jetzt... anders

Der Videopunk™ hat am Wochenende Göttingen beehrt und einiges über seine Philosophie von Webvideos und vom Netz zum Besten gegeben. Das hier wird keine Zusammenfassung.* Das hier wird um mein neues Stück gehen, das ich heute in der Universitätsmedizin gedreht habe. Und an den Änderungen ist Markus schuld - also schön bei ihm beschweren; meine Kommentarspalte bleibt sauber.
Die Teddybärenklinik
Vielleicht fällt's ja jemanden auf: Der Beitrag handelt von Kindern, die ihre Angst vorm Arzt verlieren sollen/können/wollen. Oder einfach nur ein Kuschelohr annähen lassen. Im Video selbst tauchen aber keine auf. Der Grund ist ärgerlich (für mich) und banal: Ich habe es nit geschafft, mehr als sieben Kinder (Gruppe!) in eine Einstellung reinzubekommen. Und weniger Kinder bedeuten: Man braucht eine Einverständniserklärung von Mama und Papa, um gefilmt werden zu dürfen. Und die habe ich nicht gefunden. Deshalb habe ich dem Video diesen Dreh gegeben und mich mit Julius unterhalten.
Was ist an den Videos neu?
Wir haben jetzt keinen Vor- und auch keinen Abspann mehr. Über den Abspann kann man diskutieren, auch über die Position, bei dem der Autor des Films genannt wird - hinten, oder doch besser vorne? Aber: Unsere Lösung ist um einiges angenehmer als das, was wir vorher laufen hatten.
Zusätzlich: Unsere Bauchbinde ist jetzt animiert. Nix besonderes, ich habe einfach auf verschiedene einfarbige Masken diese kreisförmige Blende gelegt. Aber ich find's trotzdem ganz schick - vor allem wenn ich bedenke, dass ich zum Bauen absolut keine Zeit hatte, das Übliche halt.
Neu ist auch, dass wir das Drübermoderieren im Studio vermeiden wollen. Will sagen: Ich will das nit mehr! Ich höre jetzt schon die Aufrufe, dass das ja überhaupt und definitiv nit bei jedem Termin möglich ist und dass man ja manchmal wirklich was Erklärendes bringen müsste, was Einordnendes, was Strukturierendes. Ja, würde ich inzwischen drauf Antworten. Dann strukturiert und erklärt aber auf dem Termin - und zwar vor der Kamera! So wie Kollegin Steinert als Mojane bei der RZ, zum Beispiel. Ich verlinke sie, trotz dessen sie mir nit auf Twitter antwortet. Tz.
Wir nutzen nun auch die Creative-Commons-Lizenzen für Musik und Bilder. Hier im Blog habe ich das ja schon oft gemacht (und öfter, wenn ich denn mal regelmäßig zum Bloggen käme) - aber fürs Tageblatt noch nie. Das heißt jetzt natürlich im Umkehrschluss, dass manche Videos auch unter der BY-SA 3.0 stehen und von anderen Nutzern verwendet werden dürfen. Ein fantastischer Schritt!
Youtube wird nun auch mehr von uns bedient: 1. Schritt: Auf der Tageblatt-Fanpage laufen nit mehr unsere Portalvideos ein, sondern die aus Youtube. Denn Brightcove hat immer noch keine ordentliche play-in-Facebook-Funktion. Außerdem werden wir die Videos mit Youtube-Elementen versehen. Was wir genau machen, das wissen wir noch nit. Wir verlinken zumindest das Logo um den Kanal abonnieren zu können. Und weisen am Ende des Videos auf andere Produktionen hin.

* Die wäre auch relativ schnell abgehandelt: Ohne Rants und Transparenz funktioniert nix so wirklich im Netz.

Spricht ein Kulturjournalist über Online

Spricht ein Kulturjournalist über Online

Dass ein Vortrag über Journalismus im Allgemeinen crossmediale Inhalte ausspart, ist selten. Ein Vortrag über Online-Journalismus muss dieses Thema sogar zwingend behandeln: Denn nur im Netz kann Video und Text ohne größeren Aufwand veröffentlicht werden. Ein Online-Journalismus-Vortrag im Literarischen Zentrum in Göttingen hingegen ist: anders.
Spricht ein Kulturjournalist im Literarischen Zentrum über seine Arbeit... Das ist kein Beginn eines Schenkelklopfers, vielmehr eine eher unorthodoxe Herangehensweise an diesen neueren Berufszweig der Journalisten. Fridtjof Küchemann ist Kulturjournalist mit blauer Brille.
Und um es vorwegzunehmen: Küchemann sprach nicht über die Möglichkeiten von Online-Journalismus. Datenjournalismus, crossmediales Arbeiten, das Verwischen der Grenzen zwischen den einst streng getrennten Hörfunk,- Fernseh,- und Printjournalisten. Das alles war nicht Thema des Abends. Küchemann sprach über FAZ.net und sich.
Er sagt, dass er eigentlich gar nicht damit gerechnet habe, bei FAZ.net arbeiten zu dürfen. Jeden Tag eine Bewerbung wegschicken, und als Belohnung: Top-Arbeitgeber anschreiben, von denen er sich niemals erhofft hätte, eingestellt zu werden. Einer davon, wie im Märchen, sollte sein späterer werden: FAZ.net.
Korrekturen ohne Hitlervergleiche
Ein paar Interessierte haben sich im Literarischen Zentrum in Göttingen eingefunden, um sich über den Beruf des Online-Journalisten zu informieren. Kai Sina stellte die Fragen. Wie beispielsweise: "Wie sieht das bei Ihnen mit Korrekturen aus? Was im Netz ist bleibt doch immer im Netz, oder?" Natürlich, klärt Küchemann auf, natürlich würden Fehler korrigiert und das auf transparente Art, mit Hinweisen, dass man etwas am Text verändert hat. Man hätte ja gelernt, von einem skandalisierten Interview, bei dem die Redaktion einen unbedeuteten Nebensatz gestrichen hatte. Dass es sich dabei um einen hanebüchenen Hitler-Vergleich handelte, erwähnte Küchemann allerdings nicht.
Die besseren Print-Kollegen
Dafür erklärte er, wie in einer Online-Redaktion Texte entstehen - und zwar organisch: Unter Zeitdruck würde der Text über den Tag verteilt immer mehr wachsen und besser werden - bis er dann abends durch den noch besseren Text der Print-Kollegen ausgetauscht wird. Denn die hätten in so einem großen Haus, einen riesigen Expertisenapparat zur Hand. Willkommen in der Welt des Online-Journalismus. Wie man denn in ein so großes Haus direkt nach dem Studium kommen könne, will eine Studentin wissen. Durch Bewerbungen? Vitamin B? Zufall? Man könnte Küchemanns Antwort folgendermaßen zusammenfassen: Ja. Alle Vorgehensweisen seien irgendwie richtig, sagt er, irgendwie. Und wünscht ihr Glück.
Altsprachler in die Politik
Um dem "berufsinformierenden Ziel" gerecht zu werden, das Sina zu Beginn des Gesprächs ausgerufen hat, erklärte der Onliner noch, dass er wenige Publizisten bei der FAZ kenne. Im Feuilleton arbeiteten viele Historiker, Altsprachler hingegen im Politikressort. Die würden sie nämlich nicht ins Feuilleton lassen. Natürlich nur ein Scherz. Was man studiere, das sei fast schon egal.
Mehr Berufsinformationen gab es dann fast nicht mehr. Abitur, abgeschlossenes Studium, Volontariat, zählt er noch als wichtige Voraussetzungen auf. Freiberuflichkeit? Kein Wort. Journalistenschulen? Auch die erwähnte er nicht. Größtenteils sprach er über sich. Dass er jetzt das neue Redaktionssystem bei der FAZ planen dürfe, als freigestellter Redakteur, oder dass er natürlich immer noch gerne Papierzeitungen lesen würde. Interessant, vielleicht. Als Infos für angehende Berufseinsteiger allerdings weniger sinnvoll.
Zur Originalveröffentlichung

Studie: Journalisten und Social Media

Studie: Journalisten und Social Media

Auch wenn mir das jetzt so mancher nicht abnimmt: Ich sehe Twitter als Nutzen für den Journalismus kritisch. Dazu ist der Service viel zu wenig in der (Achtung neues Lieblingswort) Lebenswirklichkeit der Leserinnen und Leser, beziehungsweise der User, verankert. Ist ja auch klar: Das Kommunikationskonzept ist komplett neu: Wird bei Facebook noch etwas vorgegaukelt, das entfernt an die Realität erinnert, in der man ja schließlich auch Freundschaften schließt oder Dia-Abende veranstaltet, gibt es bei Twitter noch nicht einmal mehr die bidirektionale Kommunikation. Und ganz ehrlich: Sich eine Reputation zu erwerben, um Fragen beantwortet zu bekommen, oder generell: irgendwelche Reaktionen, ist harte, zeitaufwändige Arbeit - und der Nutzen nicht immer eindeutig. Oder wie es die Kriegsreporterin so schön sagt: "Die Leute, die im Netz so etwas betreiben, und eine sehr intensive Interaktion mit den Leuten haben, sind in der Regel Jungs ohne Familie. So!" Was aber nicht heißen soll, dass Journalisten nicht wissen sollten, wie die Dienste funktionieren; das ist essentiell.
Jetzt hat die dpa-Tochter news aktuell zusammen mit dem Faktenkontor 5100 Journalisten und Pressesprecher auf ihre Sicht auf das weite Feld der sozialen Netzwerke ausgefragt.

Social Media Trendmonitor (kurz)

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Den kompletten Bericht gibt es hier, und eine Zusammenfassung hier. Darin heißt es:

Journalisten arbeiten am intensivsten mit Facebook (59 Prozent), gefolgt von Youtube (48 Prozent) und Xing (42 Prozent). Twitter logiert auf Platz vier. Erstaunlich, dass laut Studie noch immer jeder sechste Journalist (17 Prozent) komplett auf die Nutzung sozialer Dienste im Arbeitsalltag verzichtet.

Dann mal ran: Aufklären, erklären, neugierig machen - und nicht so viel youtuben während der Arbeitszeit!

Der kleine Heinz: Die Unscharfigkeits-Relation

Der kleine Heinz: Die Unscharfigkeits-Relation

Der kleine Heinz: Die Unscharfigkeits-Relation

Heisenberg-Kompensator
Der kleine HeinzAn den Grundfesten der Physik kann man nicht rütteln. Deshalb hat es auch keinen Zweck, gegen die Heisenbergsche Unscharfigkeits-Relation anzukämpfen - man kann sich höchstens damit arrangieren.*
Die Unscharfigkeits-Relation ist schnell zusammengefasst. Die Theorie besagt, dass zwei komplementäre Eigenschaften eines noch nicht gestarteten Flirtvorgangs nie gleichzeitig stattfinden können. Die Komplementäre sind: Flirtwunsch und Flirtort. Je mehr man sich wünscht, zu flirten, umso geringer wird die Wahrscheinlichkeit einen passenden Flirtort (-partner) zu finden. Und umgekehrt. Daraus folgt zwangsläufig:

  1. Man kann Flirtwunsch und Flirtort nicht so präparieren, dass beide den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Diese Unscharfigkeit lässt sich als unmittelbare Konsequenz des Frau-Mann-Dualismus interpretieren.
  2. Es ist nicht möglich, sich am passenden Flirtort zu treffen, wenn man den Wunsch dazu verspürt.
  3. Der Flirtwunsch beeinflusst natürlich auch den Flirtort und stört ihn zwangsläufig - und umgekehrt.

Beispiele aus der Lebenswirklichkeit
Haare sind gebändigt, Klamotten sitzen, Laune: gelöst. Perfekte Vorbereitung für einen perfekten Abend. Auch in dem Schuppen, in dem wir tanzen wollen, läuft ausnahmsweise genau die Mugge, auf die wir Lust haben - und das Wichtigste: Wir möchten  neue Menschen kennenlernen. Noch schnell ein Bier auf die Hand und auf ins Getümmel. Die Bahn ist gut gefüllt. Doch dann: ein Begleiter eruktiert beherzt - und alle potentielle Flirtpartner wenden den Blick ab. Manche fangen an zu tuscheln. Das Bier in der Hand wird für uns immer schwerer. Auch der Beginn einer plätschernden Unterhaltung versiegt schon vorher. "Normalerweise kann der sich benehmen", wird nur mit einem müden Schulterzucken abgetan, das Gesicht schnell aus der Bieratemwolke genommen.
Wir halten fest: Der Flirtwunsch in der Bahn ist so groß, dass sie nicht mehr als Flirtort existieren kann. Springen wir in die Zukunft:
Die Erwartungen im Tanzschuppen waren zu groß, der Drang, die Enttäuschung durch Alkoholika zu kompensieren zu verlockend. Und: Wir wollen nur noch nach Hause und ins Bett fallen. Wir sind nicht die einzigen. Auf dem Rückweg ist viel los im Bus. Wir lassen uns müde auf einen Sitz fallen und betrachten die inzwischen dreckigen Fingernägel. Den Schluckauf bekommen wir schon gar nicht mehr mit. "Harte Nacht?", eine nette Stimme. Wir schauen aber nicht auf, sondern grunzen etwas, dass sich als "Das kannst du laut sagen! Meine viel zu hohen Erwartungen an den Abend haben mich in diese Lage gebracht und ich kann von Glück sagen, dass ich noch in die richtige Bahn gestiegen bin. Hätte ich nur die Unscharfigkeits-Relation beachtet und auf diesen Heinz gehört, dann säße ich jetzt nicht hier". Wir hören Getuschel und zwingen unseren Blick nach oben. Unser Hirn ist noch nicht so geschädigt, dass es uns vollkommen entgeht, dass eine Schönheit vor uns sitzt. Aber das Sprachzentrum will einfach nicht mehr. Wir suchen nach Worten. Und geben auf. Fingernägel können auch interessieren.
Wir halten fest: Da der Flirtwunsch nicht existent war, verwandelte sich die Bahn automatisch in einen Flirtort. Heisenbergsche Unscharfigkeits-Relation ist das Stichwort - und eben nicht zu viel Alkohol, wie oftmals in anderen Ratgebern postuliert wird! Springen wir zurück in den Schuppen:
Wir haben unsere Begleitpersonen instruiert, nicht öffentlich aufzustoßen oder sonstige Körpergeräusche von sich zu geben. Sprich: Perfekte Vorbereitung. Sogar ein kompetenter Co-Pilot ist mit am Start. Wir lassen uns stempeln und danach läutern: Das Geschlechterverhältnis ist miserabel! Und die Flirtpartner, die theoretisch in Frage kommen, alle vergeben.
Wir halten fest: Stimmen die Außenbedingungen und die Vorbereitung, gibt es keinen Flirtort. Eine Gleichzeitigkeit kann nie existieren.
Der kleine Heinz rät: Akzeptieren und arrangieren. Manchmal hilft es schon das System zu verstehen, was dahintersteht. Falls die Unscharfigkeits-Relation mal aussetzten sollte: Gute Nacht. Macht euch auf einen Riss im Raumzeit-Kontinuum gefasst (siehe Kapitel 6).

Copyright.pngDas Urheberrecht des Bildes gehört Paramount Pictures bzw. CBS Television Studios. Der Gebrauch darf die fair use Richtlinien der Copyright-Rechte der USA nicht verletzen.

* Dies ist ein Ausschnitt aus meinem neuen Ratgeber "Der kleine Heinz - Lebenshilfe in drei Teilen"