Beiträge über KI, LLMs, Prompting und den praktischen Einsatz künstlicher Intelligenz.
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#Musik
Musik, Musicals, Soundtracks und Beiträge mit starkem musikalischem Bezug.
(S+) »Zurück in die Zukunft« als Musical: Hier wird vor allem für das Auto geklatscht
https://www.spiegel.de/kultur/zurueck-in-die-zukunft-als-musical-hier-wird-vor-allem-fuer-das-auto-geklatscht-a-7e576701-8051-40f6-8840-0136116c88dcArchitects - "Doomsday"
watch https://youtube.com/watch?v=RvWbcK3YQ_o&is=0ZBUXQPjs5HkY_s0Wir sind gestern über diverse Umwege bei den Architects gelandet und es ist eine Schande, dass ich die so lange nicht gehört habe.
Mitskis neues Album „Nothing Is About To Happen To Me“: Einsamste Frau der Welt
https://www.sueddeutsche.de/kultur/mitski-album-kritik-nothing-is-about-to-happen-to-me-li.3386002?reduced=trueJurassic World, 2015
Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl, als ich Jurassic Park zum ersten Mal sah: Staunen, leichtes Schaudern, diese Musik von John Williams, das Zittern im Wasserglas. Ich war zu jung, um zu verstehen, wie das gemacht war, aber alt genug, um zu begreifen, dass da etwas Neues passierte. Spielberg hatte etwas geschaffen, das größer war als bloß ein Abenteuerfilm. Es war mein Einstieg in das Nachdenken über Filme überhaupt. Zumindest ist das Making-Of von Jurassic Park das erste, an das ich mich erinnere.
Und dann kam für mich lange nichts. Zumindest nichts, was blieb. The Lost World habe ich bestimmt gesehen und komplett vergessen. Jurassic Park III war dann nur noch Fußnote. Ich habe ihn definitiv nicht gesehen und nur am Rande mitbekommen, dass es ihn gibt, weil eine gewisse Linda Park da mitgespielt hat, bevor sie auf der Brücke der Enterprise versetzt wurde. Vielleicht hatte sich da schon eine Art Franchise-Fatigue eingeschlichen – keine Ahnung.
Umso besser vielleicht, dass ich Jurassic World 2015 mit praktisch null Erwartungen gesehen habe. Und das war tatsächlich eine Wohltat. Der Film ist... mit großem Selbstbewusstsein blöd. Ich sag' nur Militärdinos! Eine Achterbahnfahrt, gebaut auf den Überresten der eigenen Ironie. Colin Trevorrow inszeniert das alles mit einer gewissen Geschmeidigkeit, fast so, als wüsste er genau, dass das Publikum ohnehin mehr auf die Dinos schaut als auf die Menschen oder die Handlung.
Chris Pratt spielt einen charmanten Abenteurer aus dem Baukasten, Bryce Dallas Howard eine Managerin mit hochhackiger Läuterung. Vincent D’Onofrio hat mich als Bösewicht leider (noch) nicht überzeugt.
Ich habe Jurassic World mit einem Dauergrinsen gesehen. Nicht, weil er mich überzeugt hätte, sondern weil er sich selbst so offensichtlich nicht ernst nimmt. Die Kapitalismuskritik, die uns eingehämmert wird, konterkariert der Film in jeder zweiten Einstellung, fast schon ironisch, mit Starbucks, Mercedes und Samsung.
Ein Blockbuster, der über sich lacht, ohne es zuzugeben und mir, erstaunlicherweise, einen schönen Filmabend beschert hat.
Wicked, 2024
Wicked ist ein Fest für die Sinne – ein bombastisches Musical mit Herz, Magie und einer Prise Rebellion. Ja, es ist eine klassische „Ich bin anders“-Coming-of-Age-Geschichte, aber die kleinen und großen Ideen im Wordbuilding, machen den Unterschied.
Fantastische Bilder, eine grandiose musikalische Untermalung und inszenatorische Highlights sorgen für ein Erlebnis, das sich einfach gut anfühlt. Ariana Grande und Cynthia Erivo singen und spielen sich die Seele aus dem Leib, während Michelle Yeoh nach ihrem eher nüchternen Auftritt in Section 31 hier zeigt, dass sie auch fies kann. Und dann ist da noch Jeff Goldblum – und er macht, was Jeff Goldblum eben macht: Er ist er selbst. Und das großartig.



