Heute Abend nehmen wir euch bei den Wikigeeks mit auf Reisen. Los geht's um 20 Uhr auf unserem geliebten Premium-Sender Moepmoep. Und damit ihr nicht alleine hören müsst, gibt's wie immer den Chat für podcastkonsumierende Personen.
Wenn Geeks verreisen, das ist unser heutiges Thema, was muss man da eigentlich alles beachten? Von der Planung bis zu überlebenswichtigen Gadgets und WLAN, werden wir mit fantastischen Gästen versuchen, uns dem Thema in epischer Ausführlichkeit zu nähern. Mit dabei sind die Experten Silencer und Schöne-Ecken-Kollege Modnerd.
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Hier sammle ich laengere Texte, Artikel und klassische Blogbeitraege.
Wikigeeks – Folge 33
Fiat lux!
Fiat lux!
Nach langem hin und her, nach durchhirnten Nächten und auch von Fließungen der ein oder anderen Träne, habe ich mich nun endlich entschlossen. Und zwar, wie ich mich im Netz aufstelle.
Das neue Floyboy.de ist ein Teil davon.
Und eigentlich war etwas ganz anderes geplant. Ich wollte zunächst bloß eine eher statische Seite aufsetzen, in der die Bloggerei zwar vorkommt. Aber eben hinter dem ein oder anderen Link versteckt ist. Ihr wisst schon: Quasi im Keller, ohne Licht in einem verschlossenen Aktenschrank in einem unbenutzten Klo, an dessen Tür "Vorsicht! Bissiger Leopard!" steht. Damit's halt nicht so sehr auffällt, wenn ich wieder mal ein halbes Jahr keinen zusammenhängenden Text mehr gebloggt habe. Die Seite sollte hauptsächlich eine ausführlichere Visitenkarte sein. Und. Nun ja. Auch professionell wirken.
Das hieße dann aber auch, dass ich mich (wieder mal) in den Themen selbst beschränken würde. Als Online-Journalist liebe ich das Netz. Wenn ich die Zeit hätte, könnte ich sogar Zuhause die ein oder andere Geschichte aufschreiben. Aber das ist auch in ferner Zukunft nicht absehbar; zudem macht es in der Freizeit viel mehr Spaß das alles ins Netz zu quatschen. Aber das wären eben genau jene Themen, die auf der Visitenkartenseite erwartet würden.
Deshalb gibt's jetzt erst einmal hier mein kleines Internet-Tagebuch. In dem ich euch ein paar Hundebilder servieren werde, die ein oder andere Band vorstelle, die ihr unbedingt mal gehört haben müsst und ab und an mal einen Link raushaue, den ich aus was für Gründen auch immer raushauenswert finde. Und, wenn ich in meinem routinierten Leben doch mal etwas Pointiertes erlebe sollte, dann kommt das auch hier rein.
Also Inhalte, die auch mal schnell veröffentlicht werden können. Und für die die meisten Facebook benutzen würden. Oder Tumblr. Oder Posterous. Oder Instagram. Oder einen Social-Bookmarking-Dienst. Herrje.
Es ist schon ein beträchtliches Rauschen, das man da überall produzieren kann. Und das meiste davon hat dann auch eine Halbwertzeit von der Lebensdauer eines Higgs-Bosons. Ich will nun versuchen, wichtigere Dinge aus meinem Rauschen zu sammeln. Bisher fand ich Wordpress dafür eigentlich zu bloggig. Seit Version 3.1 bietet das System zwar schon von Haus aus Formatvorlagen wie Kurzmitteilungen, Links oder Zitate. Aber erst das Theme von Paweł Pela, das ich hier nutze, hat mich dann überzeugt.
Was mich da interessieren würde: Wie handelt ihr das eigentlich? Mit der Netzorganisation und Darstellung? Mach' ich's mir einfach wieder mal zu kompliziert?
Ach ja: Den alten Floyboy gibt's natürlich auch noch.
Kleines Lebenszeichen
Kleines Lebenszeichen
Ja, ich lebe noch. Und nachdem ein Bekannter mich vor Tagen ansprach, dass archiv.floyboy.de ja tot sei und da überhaupt nix passiert, fühle ich mich nun bemüßigt, ein paar Zeilen zu schreiben und den Grund zu nennen:
Ich schraube gerade im Hintergrund an einem kompletten Relaunch, bei dem die Bloggerei nicht so präsent im Vordergrund steht. Denn zeitlich ist es mir leider momentan gänzlich unmöglich zusätzlich und vor allem regelmäßig hier Texte reinzuschreiben. Natürlich möchte ich, dass die Abonennts über RSS-Feeds auch nach dem Relaunch noch mit unregelmäßigen Floyboyfutter versorgt werden, und dass das liebe Google auch weiterhin die Artikel findet und zwar an der Stelle, an der sie nun auch stehen. Und das ist etwas knifflig.
Und dann müssen natürlich noch ganz viele unterschiedliche Texte geschrieben werden.
Das Titelbild oben zeigt eine frühe Alpha des neuen Systems. Farbwahl, Logo, Aufbau können zwar noch variieren, aber im großen und ganzen wird da die Reise hingehen.
Wenn ihr Vorschläge bezüglich des RSS-Problems und der Portierung der alten Artikel ins neue System habt – nebst URL-Übernahme – ich wäre für Vorschläge in den Kommentaren mehr als dankbar.
SOPA und der Journalismus
SOPA und der Journalismus
Markus Beckedahl und padeluun haben momentan bestimmt sehr viel Spaß an ihrem Job: Denn eigentlich wird vieles, was sie inzwischen anpacken, von den Medien unreflektiert nachgeplappert. Das ist toll für die "Netzgemeinde". Allerdings nicht so toll für den Journalismus. Ein Kommentar.
Spionagewanzen! Schnüffelchips! Ein neuer Skandal? "Wer Kleidung der Modefirma Gerry Weber kauft, bekommt gleich noch eine Spionagewanze in Form eines RFID-Chips dazu", schreibt Patrick Beuth auf zeit.de. Ein handgemachter Aufreger also? Ein gut gemachtes Stück Journalismus?
FoeBud ist der "Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs"
Mitnichten. Beuth hat den WDR dabei beobachtet, wie der den FoeBud dabei beobachtet hat, wie der die Passanten mit einem RFID-Scanner beobachtet hat. Toll!
Seit Ewigkeiten setzt sich der FoeBud für Informationsfreiheit und Datenschutz ein. Padeluun ist da dabei und auch selbst ein Mitglied der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft. Experten kann man sie also getrost nennen. Datenschutz-Experten auf PR-Mission.
Denn Kleidungshersteller weben inzwischen gerne einmal Chips unter die Etiketten, um die Waren im Lager besser verfolgen zu können. Weil das einfach viel praktischer ist als per Strichcode. Der FoeBud echauffiert sich: Man sei identifizierbar! Jeder könnte durch die eindeutige Nummer in den Chips auch eindeutig gescannt werden. Man hört heraus: Wer diese Chips trägt, kann nie mehr anonym irgendwo hingehen.
RFID ist übrigens die Technik, die auch in den neuen Personalausweisen eingesetzt wird.
Leider hat das Beuth nicht geschrieben, leider hat er – journalistischer Standard hin oder her – keine Gegenpositionen eingeholt. Beuth hat ganz im Sinne des FoeBuds die Chips verteufelt und sich damit, ob bewusst oder unbewusst, in Perso-Fragen instrumentalisieren lassen.
Aber Hauptsache ist doch, dass er auf der richtigen Seite steht.
Wie es anders geht hat die Süddeutsche mit einem distanzierteren Bericht zum RFID-Chip gezeigt.
SOPA, PIPA: GIEK MA
Auch die Wikipedia, Google und Facebook haben gegen SOPA öffentlich protestiert
Ein anderes Beispiel: Markus Beckedahl und seine Digitale Gesellschaft. Zum "Blackout Day" haben sie eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie noch einmal erklären, wie gefährlich SOPA und PIPA auch für die deutsche Meinungsfreiheit sei. "Internetprovider sollen gezwungen werden, Inhalte proaktiv zu überwachen, Inhalte sollen gesperrt, Suchmaschinen-Treffer nicht mehr angezeigt und Verlinken strafbar werden."
So oder so ähnlich hat man das dann auch auf zahlreichen Nachrichtenportalen in Deutschland gelesen. Markus und das Netz wird's gefreut haben.
Was aber auch hier fehlte: Die Gegenposition. Denn es war die Schwammigkeit des Gesetzes, die in der extremsten Interpretation zu den Schlussfolgerungen der SOPA-Kritiker führen konnte.
Theoretisch.
Eine Debatte über Sinn und Unsinn, Analysen und Hintergründe habe ich nirgends in den deutschen Medien gefunden. Die Geschichte liest sich ja auch viel besser, wenn die bösen Rechteinhaber gegen alle vorgehen und das Netz, wie wir es kennen, zerstören. Schwarz und weiß.
Eigentlich ist das: fantastisch!
Als Netzmensch kann ich das alles nur uneingeschränkt gutheißen. Die Kritik an RFID und dem neuen Perso und die Bewegung und diese fantastische Energie, die der Protest gegen SOPA und PIPA ins Netz gebracht hat. Denn die Energie brauchen wir noch gegen ACTA.
Als Journalist hingehen fühle ich mich unwohl, dass sich die ganze Medienmaschinerie inzwischen durch Netzhypes imens beeinflussen lässt. Zu den Themengebieten Datenschutz und Freiheitsrechte scheinen inzwischen in den Medien nur noch die Meinungen zu gehören, die den großen Netzmenschen mit massigen Followerzahlen gehören. Dabei gibt es nämlich schon längst im Datenschutzbereich auch Gegenbewegungen.
Aus Angst vor Shitstorms sich nur zu trauen, die "Netzmeinung" wiederzugeben, kann aber nicht die Aufgabe des Netzjournalismus sein. Ich will mich auch weiterhin über journalistische Meinungen aufregen, die diametral zu meiner eigenen stehen, und möchte Hintergründe erfahren, die recherchiert und nicht aus Pressemitteilungen abgeschrieben worden sind. Auch zu Netzthemen.
In der aktuellen Folge der Geeks haben wir auch über RFID und SOPA gesprochen. Dieser Dreh ist mir allerdings erst nach der Diskussion eingefallen
Wie ist eure Meinung zu dem Thema? Hängt der Journalismus zu sehr an der Netznadel oder ist das vielmehr eine begrüßenswerte Entwicklung?
Zehn Kilo werden zur Mission
Zehn Kilo werden zur Mission
Das Göttinger Tageblatt hat ein neues crossmediales Projekt gestartet: Die Mission-Olympia. Hintergrund: Tageblatt-Volontär Michael Kerzel hat mit seiner Freundin gewettet, dass er es schafft bis zum Beginn der olympischen Spiele Ende Juli von 101 wieder auf 90 Kilogramm Lebendgewicht zu kommen – um die Olympiade vom häuslichen Sofa aus verfolgen zu dürfen. Inzwischen ist daraus eine Printserie, ein eigenes Blog, eine Facebook-Fanpage und eine Videoserie erwachsen. Ein Crosspost von universale-code.de.
Von der Freundin-Wette zum cross-medialen Tage-blatt-Projekt
Zunächst lief die Geschichte als Print-Reportage im Tageblatt: Michael hat zwei Fitnessstudios besucht und sich Tipps an Geräten geben lassen, wie er am besten und gesündesten abnehmen könnte, Vorschläge von Ernährungsberatern eingeholt und die Wette zusätzlich in einem Webvideo vorgestellt.
Die Wette entwickelte auf Facebook sehr schnell ein Eigenleben, weswegen wir uns entschieden haben, seine Mission-Olympia als crossmediales-Projekt aufzuziehen.
Michael wird nun regelmäßig Print-Reportagen schreiben. Beispielsweise ist eine Service-Geschichte angedacht, in der er sich von regionalen Vereinen Tipps holt, welche Sportarten sich für Übergewichtige anbieten – und diese natürlich auch selbst ausprobiert. Zuvor wird aber noch einmal gesund gekocht. Alle Termine werden zusätzlich von Videojournalisten begleitet.
Das Projekt besteht aus drei Teilen: Video, Online und Print
In seinem Blog schreibt er währenddessen über die täglichen Versuchungen, die auftauchen, wenn man die Ernährung von Bier und Pizza auf Tee und Paprika umstellt. Zusätzlich gibt er kleinere Tipps, wie man wieder zu einer optimaleren Figur kommen kann und verlinkt zu interessanten Inhalten, die mit Ernährung und Sport zu tun haben.
Das Blog ist eine Wordpress-Installation und ist komplett in Facebook und Twitter integriert. Wenn Michael beispielsweise einen Schnappschuss auf der Facebook-Fanpage veröffentlicht, wird der Inhalt automatisch als Blogpost angelegt und zusätzlich ein Tweet mit dem entsprechenden Twitpic abgesetzt. Umgesetzt wurden die Verknüpfungen mit dem Dienst ifttt.com. Diesen Sharing-Kompromiss mussten wir eingehen, weil die komplette händische Pflege der großen Netzerke zu viel Zeit kosten würde. Natürlich interagiert Michael aber in allen Netzwerken mit Followern und Fans.
Habt ihr Anregungen, Kritik oder wollt einfach einmal irgendetwas loswerden? Dann nutzt die Kommentare oder schreibt an heinz (ätt) floyboy (punkt) de