Geismar am 14. März 2026
Star Trek: Section 31, 2025
Imperatorin Philippa Georgiou schließt sich einer geheimen Abteilung der Sternenflotte an. Sie hat den Auftrag, die Vereinigte Föderation der Planeten zu schützen, muss sich aber auch den Sünden ihrer Vergangenheit stellen.
Was hier als “Film” vermarktet wird, ist in Wirklichkeit ein Flickenteppich aus Überbleibseln einer mittelmäßigen Serienidee, die offensichtlich nie genug Substanz hatte, um eigenständig zu bestehen. Das Ergebnis fühlt sich weniger wie ein Film an und mehr wie eine notdürftig zusammengeklebte Staffel aus geschnittenen Episoden – nur ohne die Kohärenz, die eine Serie wenigstens aufbauen könnte.
Die Prämisse rund um Section 31 hatte durchaus Potenzial: Geheimoperationen, moralische Grauzonen, ein düsterer Blick auf die glorreiche Sternenflotte. Aber was macht der Film? Er nimmt diese Ansätze und verwässert sie zu einem generischen Spionage-Action-Mix, der zufällig in einem Sci-Fi-Setting spielt. Es könnte genauso gut ein x-beliebiger Comic-Verfilmung sein. Die Star-Trek-DNA? Also die Hoffnung, dass wir uns irgendwann zusammenreißen als Menschen und versuchen Gutes zu tun? Nicht vorhanden. Selbst der Technobabbel ist halbherzig. Stattdessen gibt’s Explosionen, dünne Dialoge und eine Handlung, die sich verzweifelt an Plot-Twists klammert, die man meilenweit kommen sieht.
Man könnte milde sagen, wenn man beide Augen zudrückt, dass der Film “Spuren von Star Trek” enthält, aber ehrlich: Das fühlt sich wie ein Alibi an. Ein paar Easter Eggs und ein paar bekannte Namen sind kein Ersatz für das, was dieses Franchise ausmacht. Es ist bezeichnend, dass die spannendsten Momente des Films nicht aus seiner eigenen Handlung stammen, sondern aus nostalgischen Anspielungen. Schade.
Das Herzchen gibt‘s, weil neues Star Trek eigentlich immer erstmal auch ein gutes Zeichen ist.
The Wild Robot, 2024
Rozzum 7134 – kurz „Roz“ – ist kein gewöhnlicher Roboter. Sie wurde eigentlich als Unterstützung für eine futuristische urbane Welt entwickelt, doch nun hat sie Schiffbruch erlitten und ist auf einer einsamen Insel gestrandet. Mit Mühe baut sie Beziehungen zu den zunächst argwöhnischen Tieren auf und lernt, sich an die ungewohnte, raue Umgebung anzupassen. Das große Abenteuer beginnt, als sie durch einen Zufall zur Beschützerin eines hilflosen, verwaisten Gänsekükens wird und die wahre Bedeutung des Lebens entdeckt.
“The Wild Robot” ist der beste Pixar-Film seit langem, der keiner ist.
DreamWorks hat mit “The Wild Robot” nämlich einen Animationsfilm geschaffen, der mich gleichzeitig zum Lachen und Weinen bringt – und dabei das Herz wärmt wie kein anderer Film seit langem. Ganz ehrlich? Ich hätte nie gedacht, dass mich die Geschichte von einer Gans, die fliegen lernen muss, so fesseln kann.
Die Animationen sind atemberaubend, die Musik reißt mit, und die Dialoge treffen mitten ins Herz.
Doch was “The Wild Robot” wirklich so besonders macht, ist seine Botschaft. In einer Welt, die sich irgendwie einfach nur kacke anfühlt, erinnert uns dieser Film daran, dass echte Stärke aus Solidarität, Mitmenschlichkeit und Freundlichkeit entsteht. Ohne belehrenden Zeigefinger.
Und wenn selbst Roz ihre Programmierung erweitern kann, dann können wir das bestimmt auch.
The Holdovers, 2023
Niemand mag den Lehrer Paul Hunham (Paul Giamatti) – weder seine Schüler noch seine Kollegen, noch der Schulleiter. Alle finden seine Aufgeblasenheit und Starrheit nervtötend. Da er keine Familie hat und in den Weihnachtsferien 1970 nirgendwo hingehen kann, bleibt Paul trotzdem in der Schule, um die Schüler zu beaufsichtigen, die nicht nach Hause fahren können. Nach ein paar Tagen ist nur noch ein Schüler übrig, ein 15-Jähriger namens Angus (Dominic Sessa), ein guter Schüler, der wegen seines schlechten Benehmens jedoch immer von der Schule zu fliegen droht. Zu Paul und Angus gesellt sich die Chefköchin Mary (Da'Vine Joy Randolph) – eine afroamerikanische Frau, die sich um die Söhne von Privilegierten kümmert und deren eigener Sohn kürzlich im Vietnamkrieg gefallen ist. Diese drei sehr unterschiedlichen Schiffbrüchigen bilden eine unwahrscheinliche Weihnachtsfamilie, die während zwei sehr verschneiten Wochen in Neuengland komische Missgeschicke erlebt.
Watched on Wednesday January 1, 2025.
Metadescription:
The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes, 2023
Jahre bevor er der tyrannische Präsident von Panem werden würde, ist der 18-jährige Coriolanus Snow die letzte Hoffnung für seine verblassende Abstammung, eine einst stolze Familie, die in einem Nachkriegskapitol in Ungnade gefallen ist. Da die 10. jährlichen Hungerspiele immer näher rücken, ist der junge Snow alarmiert, als er als Mentor für Lucy Gray Baird eingesetzt wird, die Mädchenehrung aus dem verarmten Distrikt 12. Aber nachdem Lucy Gray die ganze Aufmerksamkeit von Panem auf sich gezogen hat, indem sie während der Erntezeremonie trotzig singt, glaubt Snow, dass er in der Lage sein könnte, die Chancen zu ihren Gunsten zu wenden. Snow und Lucy vereinen ihren Instinkt für Selbstdarstellung und ihr neu entdecktes politisches Geschick. Ihr Überlebensrennen gegen die Zeit beginnt, um letztendlich zu enthüllen, wer ein Singvogel und wer eine Schlange ist.
Watched on Tuesday December 31, 2024.
Metadescription: