Captain America: Brave New World, 2025

Ich habe mich mehr über die Gesichter gefreut als über das, was da eigentlich erzählt wurde. Harrison Ford etwa: großartig, wie er eigentlich nur von der Tochter geliebt werden will. Natürlich war er nicht Paul Rhodes aus Shrinking, aber manchmal blitzte genau dieses Lakonische durch.

Anthony Mackie trägt den Film als Captain America ohne Superserum, und genau das macht ihn sympathisch. Kein gottgleicher Superheld, sondern einer, der Verantwortung schultert, obwohl er weiß, dass er verwundbar ist. Auch die Nebenfiguren sind ordentlich geschrieben, man spürt, dass die Figurenarbeit nicht das Problem ist.

Das Problem liegt im Drumherum. Die Handlung ist erschreckend uninspiriert, ein Abhaken altbekannter Stationen. Selbst die obligatorischen Marvel-Gags klingen, als hätte jemand alte Skripte recycelt („Hast du die Rede vorbereitet?“). Man merkt dem Film an, dass er auf Nummer sicher geht, und das ist, ehrlich gesagt, ziemlich langweilig.

Und doch: Es stört mich kaum noch. Marvel hat diesen Punkt erreicht, an dem es mir gleichgültig ist, ob der Plot fesselt oder nicht. Vielleicht ist das das eigentlich Traurige: dass die Filme inzwischen so austauschbar geworden sind, dass mich selbst die Langeweile nicht mehr aufregt.

@hnz.io

Ballerina habe ich geschaut, ohne mich vorher über den Film zu informieren. Und das hat geholfen: eine ehrlich gesagt doch recht simple Rachegeschichte, getragen von klarer Action, präzisen Kämpfen und einer starken Ana de Armas; kein Meilenstein, aber als Spin-off eines eigentlich auserzählten Franchises überraschend unterhaltsam.

Captain America: Brave New World

Ich habe mich mehr über die Gesichter gefreut als über das, was da eigentlich erzählt wurde. Harrison Ford etwa: großartig, wie er eigentlich nur von der Tochter geliebt werden will. Natürlich war er nicht Paul Rhodes aus Shrinking, aber manchmal blitzte genau dieses Lakonische durch.

Anthony Mackie trägt den Film als Captain America ohne Superserum, und genau das macht ihn sympathisch. Kein gottgleicher Superheld, sondern einer, der Verantwortung schultert, obwohl er weiß, dass er verwundbar ist. Auch die Nebenfiguren sind ordentlich geschrieben, man spürt, dass die Figurenarbeit nicht das Problem ist.

Das Problem liegt im Drumherum. Die Handlung ist erschreckend uninspiriert, ein Abhaken altbekannter Stationen. Selbst die obligatorischen Marvel-Gags klingen, als hätte jemand alte Skripte recycelt („Hast du die Rede vorbereitet?“). Man merkt dem Film an, dass er auf Nummer sicher geht, und das ist, ehrlich gesagt, ziemlich langweilig.

Und doch: Es stört mich kaum noch. Marvel hat diesen Punkt erreicht, an dem es mir gleichgültig ist, ob der Plot fesselt oder nicht. Vielleicht ist das das eigentlich Traurige: dass die Filme inzwischen so austauschbar geworden sind, dass mich selbst die Langeweile nicht mehr aufregt.

Basteln am eigenen Bloghaus

Basteln am eigenen Bloghaus

Seit ich von Wordpress weg bin, fühlt sich Bloggen wieder wie Basteln an. Kirby ist mein Werkzeugkasten, und aus Ordnern, Textdateien und ein paar Skripten wächst gerade mein eigenes kleines Zuhause. Zwischen Rückschlägen, Heureka-Momenten und schiefen Polaroid-Slidern macht das erstaunlich viel Spaß.

Ich bin immer noch ein bisschen berauscht von dem Gefühl, hier mein eigenes, kleines Zuhause zu bauen. Nicht mehr dieses sperrige Wordpress-Mietshaus, bei dem man immer gefühlt zur Verwaltung musste, wenn man nur eine Kleinigkeit anders haben wollte, sondern ein selbstgezimmertes Häuschen, das knarzt, wenn man die Treppe hochgeht, und trotzdem genau das richtige Licht in der Küche hat.

Das Fundament heißt bei mir Kirby. Für alle, die das nicht kennen: Kirby ist ein CMS, aber ohne Datenbank, ohne den ganzen aufgeblähten Kram. Alles liegt als einfache Textdatei in Ordnern. Jeder Beitrag ist ein Ordner mit einer txt, den Bildern und kleinen Zusatzdateien. Man schreibt direkt darein. Kirby liest das aus und baut daraus die Seite.

Die letzten Tage habe ich vor allem im Keller geschraubt: ein Exif-Import! Klingt trocken, fühlt sich aber an wie Magie. Plötzlich spuckt mein System beim Speichern eines Beitrags die Metadaten von Bildern aus, die ohnehin schon in den Dateien stecken. Ordnerstruktur, Textdateien, Bilder – alles in einem Takt. Und wenn ich ein Bild hochlade, schiebt sich wie von selbst das Aufnahmedatum oder der Ort dazu, fein säuberlich abgelegt.

Klar, Rückschläge gab’s auch. Im ersten Wurf dachte ich: alles in die Hauptdatei, passt schon. Bis mir auffiel, dass das ganze Konzept zerbröselt, sobald mehr als ein Bild im Beitrag auftaucht. Also wieder zurück ans Script, Schraubenschlüssel gezückt, und die Infos in die Bild-Textdateien verschoben. Seitdem erscheinen sie automatisch unter den Fotos. Nur die Alt-Texte und die Bildunterschriften hängen gerade noch am selben Tropf. Da muss ich noch mal ran, denn Alt-Text ist nüchtern, Bildunterschrift eher Bühne. Und da will ich mal schauen, ob ich die API von OpenAi da nutzen kann, um beispielsweise halb automatisch die Alt-Beschreibungen oder aber auch die Metadescription generieren zu lasse .

Nebenbei bastle ich am Layout. Erst hatte ich für die Bilddarstellung ein Polaroid über die gesamte Bildschirmbreite, dann festgestellt: zu plump. Jetzt baut mein Script munter Slider, wenn mehrere Bilder hintereinander auftauchen. Das ist noch nicht ganz elegant, aber fühlt sich schon viel mehr nach meinem Blog an – ein bisschen wie die Entscheidung, ob man im Wohnzimmer Teppich oder Parkett verlegt.

Und dann dieser kleine Zaubermoment: Ich lasse mir von Kirby eine optimierte Bildversion rechnen, damit die Seite fix lädt. Klickt man aufs Bild, springt die große Datei nach, und dieser Mini-Moment des Nachladens macht mich jedes Mal froh. Es ist wie ein Augenzwinkern des Systems: „Siehst du, so einfach kann’s gehen.“ Hach.

Über Felder, durch Wälder, ins Zelt

Über Felder, durch Wälder, ins Zelt

Also, wir hatten uns ja vorgenommen, diese kleine Wander-Challenge mal anzugehen: Ausgerüstet, mit allem, was man zum Campen braucht. Einfach mal loszuziehen.

Mit Zelt, Matratze, viel zu viel Dosenfutter und Kaltgetränken. Und die zehn Kilometer waren im Endeffekt wirklich eine richtig tolle Gelegenheit, das alles mal auszutesten.

Komoot hat uns diesmal richtig schön navigiert. Ohne natürliche Heckengrenzen, Monotrails oder Wegen, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr existieren.
04.11.2025
Komoot hat uns diesmal richtig schön navigiert. Ohne natürliche Heckengrenzen, Monotrails oder Wegen, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr existieren.
Hier waren wir noch motiviert: Der Beginn gleich hinter Tiefenbrunn.
Hier waren wir noch motiviert: Der Beginn gleich hinter Tiefenbrunn.

Wir sind also in Göttingen in den Bus gestiegen, nach Tiefenbrunn gefahren und dann diese „Deutsche Hochsitzstraße“ entlanggewandert.

Deutsche Hochsitzstraße

Ich musste selbst erstmal schmunzeln, weil ich vorher nicht wusste, dass es sowas gibt, aber ja, es gibt tatsächlich eine Art Hochsitz-Musterroute, wo man verschiedenste Modelle von Jäger-Hochsitzen bewundern kann.

Der sogenannte Halbhochsitz, auch umgangsprachlich Niedersitz genannt besticht durch seinen ebenerdigen Einstieg und den einmaligen Sitzkomfort.
Der sogenannte Halbhochsitz, auch umgangsprachlich Niedersitz genannt besticht durch seinen ebenerdigen Einstieg und den einmaligen Sitzkomfort.
Das Premiummodell, was immer wieder gerne gekauft ist und ein Hingucker in jedem Wald!
Das Premiummodell, was immer wieder gerne gekauft ist und ein Hingucker in jedem Wald!
Dies ist kein Mobilsitz, sondern eine Maisverkaufsstation. Gagcopyright liegt bei sandbert.
Dies ist kein Mobilsitz, sondern eine Maisverkaufsstation. Gagcopyright liegt bei sandbert.
Der sogenannte Schirisitz. Ein Hingucker für Groß und Klein. Und vor allem für Tennisaficionados
06.09.2025Dransfeld
Der sogenannte Schirisitz. Ein Hingucker für Groß und Klein. Und vor allem für Tennisaficionados

Was ich auch spannend fand: Durch die Busfahrt, es waren nur ein paar Kilometer, hat mein Hirn sofort auf Urlaubsmodus umgeschaltet. Denn: Ich bin ja da hingefahren. Und die gesparten Kilometer waren auch genau richtig.

Lichtstrahlen fallen durch die Bäume in einem dichten, grünen Wald in Örshausen.
Lichtstrahlen fallen durch die Bäume in einem dichten, grünen Wald in Örshausen.

Bankpausen

Durch das zusätzliche Gepäck hat sich das irgendwie wie eine 18 Kilometer-Route angefühlt. Wären wir noch länger gelaufen, dann hätte das mehr von einem Marsch also von einer Wanderung. Und deshalb waren Bankpausen das A und O.

Bankpause bei Bördel. In den Ort selbst haben wir es nicht geschafft. Selbst den Sportpark haben wir verpasst. Die Bankdichte war leider im ersten Teil der Route nicht sonderlich hoch.
Bankpause bei Bördel. In den Ort selbst haben wir es nicht geschafft. Selbst den Sportpark haben wir verpasst. Die Bankdichte war leider im ersten Teil der Route nicht sonderlich hoch.
Diesmal haben wir es bis zum Börderler Berg geschafft, um uns zu Stärken und die erste Hälfte des Weges ohne Bank auszugleichen.
Diesmal haben wir es bis zum Börderler Berg geschafft, um uns zu Stärken und die erste Hälfte des Weges ohne Bank auszugleichen.
Bankpause am Zielort: Hier sind wir schon am Campingplatz in Dransfeld angekommen.
Bankpause am Zielort: Hier sind wir schon am Campingplatz in Dransfeld angekommen.
Bankpause kurz vor der Rückreise.
07.09.2025Dransfeld
Bankpause kurz vor der Rückreise.

Die Landschaft war einfach der Knaller. Weite Felder, Waldwege, die so ein bisschen nach Abenteuer rochen, und ein Bächlein, das wirklich so malerisch vorbei plätscherte, dass man am liebsten gleich die Füße reingehängt hätte. Also wirklich: Idylle pur.

Campingplatz in Dransfeld

Und in Dransfeld auf dem Campingplatz angekommen, war es dann auch so eine kleine Premiere. Es ist sehr lange her, dass ich gecampt habe. Und wenn, dann hatten die Plätze nicht unbedingt eine gute Infrastruktur. In Dransfeld war das anders und es war wirklich ein schönes Gefühl, sich auf so einer kleinen Parzelle häuslich einzurichten, auch wenn wir erst mal ein bisschen mit Betonplatten im Boden gekämpft haben, um die Heringe festzukriegen.

Am Campingplatz in Dransfeld angekommen und ein Plätzchen gefunden - zum Wohlfühlen. Nicht auf dem Bild: Der eine Stuhl. Für zwei Personen.
Am Campingplatz in Dransfeld angekommen und ein Plätzchen gefunden - zum Wohlfühlen. Nicht auf dem Bild: Der eine Stuhl. Für zwei Personen.

Merke: Ein Stuhl oder eine bequeme Sitzgelegenheit ist nicht nur Luxus, sondern vor allem für die eigene Laune essenziell wichtig. Bisher hab ich noch keinen leichten Campingstuhl, der kommt fürs nächste Mal aber unbedingt auf die Liste.

In der Nacht kam dann die leichte Ernüchterung. Mein supergünstiges Einwandzelt von Aldi war zwar ein Schnapper für einen guten Zwanni, aber eben auch nicht gerade ein Luftschloss. Morgens war alles ein bisschen feucht von innen, weil die Lüftung halt nicht so der Hit war. Und das Zelt war auch irgendwie zu kurz – ich musste mich so ein bisschen zusammenklappen, damit ich nicht mit den Füßen oder dem Kopf an die Wand komme und dann nasse Haare kriege. Meine Matratze (kein Werbelink) hat so ein eingebautes Kopfkissen, dadurch wurde das einmümmeln durch die schrägen Zeltwände nicht unbedingt leichter gemacht, weil sich mein Kopf irgendwie magisch dazu hingezogen fühlte. Aber na ja, für den Preis beschwere ich mich nicht, und fürs nächste Mal weiß ich, dass ich vielleicht ein bisschen was Größeres nehme. Witzig ist immer noch, dass die das als 2-Personen-Zelt vermarkten. Und ich weiß wirklich nicht, wie man das hinbekommen sollte. Außer, man liegt übereinander.

Der Blick am Morgen hat die Tröpfchenattacken der Zeltwand in der Nacht wieder wett gemacht.
Der Blick am Morgen hat die Tröpfchenattacken der Zeltwand in der Nacht wieder wett gemacht.
Zeltfeuchte am nächsten Morgen. Aber Ausrüstung hat gehalten, Schlafsack war zwar klamm, hat aber noch schön warm gehalten, trotz der kleinen Fützchen an meinen Füßen.
Zeltfeuchte am nächsten Morgen. Aber Ausrüstung hat gehalten, Schlafsack war zwar klamm, hat aber noch schön warm gehalten, trotz der kleinen Fützchen an meinen Füßen.

Der morgen danach

Schön lecker Kaffee. Zumindest der erste.
Schön lecker Kaffee. Zumindest der erste.
Der Morgen war dann aber trotzdem ein Highlight. Von der Sonne geweckt zu werden, die ersten vorbeilaufenden Kinder und dann dieser erste 3-in-1-Fertigkaffee, der einfach wie ein kleiner Lebensenergieschock in die Adern ging. Die gute Laune war sofort da, auch wenn der zweite und dritte Kaffee dann schon eher so ein „Okay, jetzt reicht’s wieder“-Gefühl hinterlassen haben. Aber dieser erste Schluck, der bleibt mir definitiv in Erinnerung.
Das war die letzte Bankpause beim Tripp. Sie bleibt immer als etwas besonderes in Erinnerung.
Das war die letzte Bankpause beim Tripp. Sie bleibt immer als etwas besonderes in Erinnerung.