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Hier sammle ich laengere Texte, Artikel und klassische Blogbeitraege.

Von Beverungen nach Bad Karlshafen (zu Fuß)

20.09.2025

Von Beverungen nach Bad Karlshafen (zu Fuß)

Diesmal starten wir früh und gehen über die Hessischen Klippen nach Bad Karlshafen und campen abends an der Weser.

Kleines Wochenend-Abenteuer: Wir haben uns am Samstag morgens in Göttingen getroffen, noch Kaffee in der Hand und zumindest ich hatte auch keine Ahnung, wo es hingehen soll. Wir haben uns schließlich in den Zug nach Beverungen gesetzt. Von dort ging’s über die Hessischen Klippen immer am Rand entlang – mit Blicken, die wach machen, auch ohne Koffein.

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04.11.2025
Die Burgentour von Beverungen nach Bad Karlshafen.
Morgens um 7.40 Uhr am Bahnhof in Göttingen.
Morgens um 7.40 Uhr am Bahnhof in Göttingen.

Burgenblick

Burg I: Die Burg Beverungen, eine teilweise erhaltene Wasserburg laut Ecosia.
Burg I: Die Burg Beverungen, eine teilweise erhaltene Wasserburg laut Ecosia.
Burg II: Burg Herstelle. Näher sind wir leider nicht rangekommen.
Burg II: Burg Herstelle. Näher sind wir leider nicht rangekommen.
Burg III: Die Krukenburg.
Burg III: Die Krukenburg.

Bankpausen

Bankpause I: Unterhalb der Burg Herstelle, im Schallkanal von mindestens drei Kirchen.
Bankpause I: Unterhalb der Burg Herstelle, im Schallkanal von mindestens drei Kirchen.
Bankpause II: Die Peter Peter Hütte am Dreiländereck Niedersachsen-Nordrhein-Westfalen-Niedersachsen an den hessischen Klippen.
Bankpause II: Die Peter Peter Hütte am Dreiländereck Niedersachsen-Nordrhein-Westfalen-Niedersachsen an den hessischen Klippen.
Bankpause III an der Krukenburg. Nicht auf dem Bild: Das Hochzeitsshooting mit überambitionierten Vater, der sicherheitshalber auch mal seine Kamera mitgenommen hat.
Bankpause III an der Krukenburg. Nicht auf dem Bild: Das Hochzeitsshooting mit überambitionierten Vater, der sicherheitshalber auch mal seine Kamera mitgenommen hat.

Camping

Der Zeltplatz in Bad Karlshafen von oben.
Der Zeltplatz in Bad Karlshafen von oben.
Sicht über die Weser Richtung Innenstadt und Hafen.
Sicht über die Weser Richtung Innenstadt und Hafen.
Am Eingang vom Campingplatz.
Am Eingang vom Campingplatz.
Darf wahrscheinlich auf keinem Campingplatz fehlen. Bloß: Wie sorgt man für frische Luft in der Kabine?
Darf wahrscheinlich auf keinem Campingplatz fehlen. Bloß: Wie sorgt man für frische Luft in der Kabine?

Basteln am eigenen Bloghaus

Basteln am eigenen Bloghaus

Seit ich von Wordpress weg bin, fühlt sich Bloggen wieder wie Basteln an. Kirby ist mein Werkzeugkasten, und aus Ordnern, Textdateien und ein paar Skripten wächst gerade mein eigenes kleines Zuhause. Zwischen Rückschlägen, Heureka-Momenten und schiefen Polaroid-Slidern macht das erstaunlich viel Spaß.

Ich bin immer noch ein bisschen berauscht von dem Gefühl, hier mein eigenes, kleines Zuhause zu bauen. Nicht mehr dieses sperrige Wordpress-Mietshaus, bei dem man immer gefühlt zur Verwaltung musste, wenn man nur eine Kleinigkeit anders haben wollte, sondern ein selbstgezimmertes Häuschen, das knarzt, wenn man die Treppe hochgeht, und trotzdem genau das richtige Licht in der Küche hat.

Das Fundament heißt bei mir Kirby. Für alle, die das nicht kennen: Kirby ist ein CMS, aber ohne Datenbank, ohne den ganzen aufgeblähten Kram. Alles liegt als einfache Textdatei in Ordnern. Jeder Beitrag ist ein Ordner mit einer txt, den Bildern und kleinen Zusatzdateien. Man schreibt direkt darein. Kirby liest das aus und baut daraus die Seite.

Die letzten Tage habe ich vor allem im Keller geschraubt: ein Exif-Import! Klingt trocken, fühlt sich aber an wie Magie. Plötzlich spuckt mein System beim Speichern eines Beitrags die Metadaten von Bildern aus, die ohnehin schon in den Dateien stecken. Ordnerstruktur, Textdateien, Bilder – alles in einem Takt. Und wenn ich ein Bild hochlade, schiebt sich wie von selbst das Aufnahmedatum oder der Ort dazu, fein säuberlich abgelegt.

Klar, Rückschläge gab’s auch. Im ersten Wurf dachte ich: alles in die Hauptdatei, passt schon. Bis mir auffiel, dass das ganze Konzept zerbröselt, sobald mehr als ein Bild im Beitrag auftaucht. Also wieder zurück ans Script, Schraubenschlüssel gezückt, und die Infos in die Bild-Textdateien verschoben. Seitdem erscheinen sie automatisch unter den Fotos. Nur die Alt-Texte und die Bildunterschriften hängen gerade noch am selben Tropf. Da muss ich noch mal ran, denn Alt-Text ist nüchtern, Bildunterschrift eher Bühne. Und da will ich mal schauen, ob ich die API von OpenAi da nutzen kann, um beispielsweise halb automatisch die Alt-Beschreibungen oder aber auch die Metadescription generieren zu lasse .

Nebenbei bastle ich am Layout. Erst hatte ich für die Bilddarstellung ein Polaroid über die gesamte Bildschirmbreite, dann festgestellt: zu plump. Jetzt baut mein Script munter Slider, wenn mehrere Bilder hintereinander auftauchen. Das ist noch nicht ganz elegant, aber fühlt sich schon viel mehr nach meinem Blog an – ein bisschen wie die Entscheidung, ob man im Wohnzimmer Teppich oder Parkett verlegt.

Und dann dieser kleine Zaubermoment: Ich lasse mir von Kirby eine optimierte Bildversion rechnen, damit die Seite fix lädt. Klickt man aufs Bild, springt die große Datei nach, und dieser Mini-Moment des Nachladens macht mich jedes Mal froh. Es ist wie ein Augenzwinkern des Systems: „Siehst du, so einfach kann’s gehen.“ Hach.

Über Felder, durch Wälder, ins Zelt

Über Felder, durch Wälder, ins Zelt

Also, wir hatten uns ja vorgenommen, diese kleine Wander-Challenge mal anzugehen: Ausgerüstet, mit allem, was man zum Campen braucht. Einfach mal loszuziehen.

Mit Zelt, Matratze, viel zu viel Dosenfutter und Kaltgetränken. Und die zehn Kilometer waren im Endeffekt wirklich eine richtig tolle Gelegenheit, das alles mal auszutesten.

Komoot hat uns diesmal richtig schön navigiert. Ohne natürliche Heckengrenzen, Monotrails oder Wegen, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr existieren.
04.11.2025
Komoot hat uns diesmal richtig schön navigiert. Ohne natürliche Heckengrenzen, Monotrails oder Wegen, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr existieren.
Hier waren wir noch motiviert: Der Beginn gleich hinter Tiefenbrunn.
Hier waren wir noch motiviert: Der Beginn gleich hinter Tiefenbrunn.

Wir sind also in Göttingen in den Bus gestiegen, nach Tiefenbrunn gefahren und dann diese „Deutsche Hochsitzstraße“ entlanggewandert.

Deutsche Hochsitzstraße

Ich musste selbst erstmal schmunzeln, weil ich vorher nicht wusste, dass es sowas gibt, aber ja, es gibt tatsächlich eine Art Hochsitz-Musterroute, wo man verschiedenste Modelle von Jäger-Hochsitzen bewundern kann.

Der sogenannte Halbhochsitz, auch umgangsprachlich Niedersitz genannt besticht durch seinen ebenerdigen Einstieg und den einmaligen Sitzkomfort.
Der sogenannte Halbhochsitz, auch umgangsprachlich Niedersitz genannt besticht durch seinen ebenerdigen Einstieg und den einmaligen Sitzkomfort.
Das Premiummodell, was immer wieder gerne gekauft ist und ein Hingucker in jedem Wald!
Das Premiummodell, was immer wieder gerne gekauft ist und ein Hingucker in jedem Wald!
Dies ist kein Mobilsitz, sondern eine Maisverkaufsstation. Gagcopyright liegt bei sandbert.
Dies ist kein Mobilsitz, sondern eine Maisverkaufsstation. Gagcopyright liegt bei sandbert.
Der sogenannte Schirisitz. Ein Hingucker für Groß und Klein. Und vor allem für Tennisaficionados
06.09.2025Dransfeld
Der sogenannte Schirisitz. Ein Hingucker für Groß und Klein. Und vor allem für Tennisaficionados

Was ich auch spannend fand: Durch die Busfahrt, es waren nur ein paar Kilometer, hat mein Hirn sofort auf Urlaubsmodus umgeschaltet. Denn: Ich bin ja da hingefahren. Und die gesparten Kilometer waren auch genau richtig.

Lichtstrahlen fallen durch die Bäume in einem dichten, grünen Wald in Örshausen.
Lichtstrahlen fallen durch die Bäume in einem dichten, grünen Wald in Örshausen.

Bankpausen

Durch das zusätzliche Gepäck hat sich das irgendwie wie eine 18 Kilometer-Route angefühlt. Wären wir noch länger gelaufen, dann hätte das mehr von einem Marsch also von einer Wanderung. Und deshalb waren Bankpausen das A und O.

Bankpause bei Bördel. In den Ort selbst haben wir es nicht geschafft. Selbst den Sportpark haben wir verpasst. Die Bankdichte war leider im ersten Teil der Route nicht sonderlich hoch.
Bankpause bei Bördel. In den Ort selbst haben wir es nicht geschafft. Selbst den Sportpark haben wir verpasst. Die Bankdichte war leider im ersten Teil der Route nicht sonderlich hoch.
Diesmal haben wir es bis zum Börderler Berg geschafft, um uns zu Stärken und die erste Hälfte des Weges ohne Bank auszugleichen.
Diesmal haben wir es bis zum Börderler Berg geschafft, um uns zu Stärken und die erste Hälfte des Weges ohne Bank auszugleichen.
Bankpause am Zielort: Hier sind wir schon am Campingplatz in Dransfeld angekommen.
Bankpause am Zielort: Hier sind wir schon am Campingplatz in Dransfeld angekommen.
Bankpause kurz vor der Rückreise.
07.09.2025Dransfeld
Bankpause kurz vor der Rückreise.

Die Landschaft war einfach der Knaller. Weite Felder, Waldwege, die so ein bisschen nach Abenteuer rochen, und ein Bächlein, das wirklich so malerisch vorbei plätscherte, dass man am liebsten gleich die Füße reingehängt hätte. Also wirklich: Idylle pur.

Campingplatz in Dransfeld

Und in Dransfeld auf dem Campingplatz angekommen, war es dann auch so eine kleine Premiere. Es ist sehr lange her, dass ich gecampt habe. Und wenn, dann hatten die Plätze nicht unbedingt eine gute Infrastruktur. In Dransfeld war das anders und es war wirklich ein schönes Gefühl, sich auf so einer kleinen Parzelle häuslich einzurichten, auch wenn wir erst mal ein bisschen mit Betonplatten im Boden gekämpft haben, um die Heringe festzukriegen.

Am Campingplatz in Dransfeld angekommen und ein Plätzchen gefunden - zum Wohlfühlen. Nicht auf dem Bild: Der eine Stuhl. Für zwei Personen.
Am Campingplatz in Dransfeld angekommen und ein Plätzchen gefunden - zum Wohlfühlen. Nicht auf dem Bild: Der eine Stuhl. Für zwei Personen.

Merke: Ein Stuhl oder eine bequeme Sitzgelegenheit ist nicht nur Luxus, sondern vor allem für die eigene Laune essenziell wichtig. Bisher hab ich noch keinen leichten Campingstuhl, der kommt fürs nächste Mal aber unbedingt auf die Liste.

In der Nacht kam dann die leichte Ernüchterung. Mein supergünstiges Einwandzelt von Aldi war zwar ein Schnapper für einen guten Zwanni, aber eben auch nicht gerade ein Luftschloss. Morgens war alles ein bisschen feucht von innen, weil die Lüftung halt nicht so der Hit war. Und das Zelt war auch irgendwie zu kurz – ich musste mich so ein bisschen zusammenklappen, damit ich nicht mit den Füßen oder dem Kopf an die Wand komme und dann nasse Haare kriege. Meine Matratze (kein Werbelink) hat so ein eingebautes Kopfkissen, dadurch wurde das einmümmeln durch die schrägen Zeltwände nicht unbedingt leichter gemacht, weil sich mein Kopf irgendwie magisch dazu hingezogen fühlte. Aber na ja, für den Preis beschwere ich mich nicht, und fürs nächste Mal weiß ich, dass ich vielleicht ein bisschen was Größeres nehme. Witzig ist immer noch, dass die das als 2-Personen-Zelt vermarkten. Und ich weiß wirklich nicht, wie man das hinbekommen sollte. Außer, man liegt übereinander.

Der Blick am Morgen hat die Tröpfchenattacken der Zeltwand in der Nacht wieder wett gemacht.
Der Blick am Morgen hat die Tröpfchenattacken der Zeltwand in der Nacht wieder wett gemacht.
Zeltfeuchte am nächsten Morgen. Aber Ausrüstung hat gehalten, Schlafsack war zwar klamm, hat aber noch schön warm gehalten, trotz der kleinen Fützchen an meinen Füßen.
Zeltfeuchte am nächsten Morgen. Aber Ausrüstung hat gehalten, Schlafsack war zwar klamm, hat aber noch schön warm gehalten, trotz der kleinen Fützchen an meinen Füßen.

Der morgen danach

Schön lecker Kaffee. Zumindest der erste.
Schön lecker Kaffee. Zumindest der erste.
Der Morgen war dann aber trotzdem ein Highlight. Von der Sonne geweckt zu werden, die ersten vorbeilaufenden Kinder und dann dieser erste 3-in-1-Fertigkaffee, der einfach wie ein kleiner Lebensenergieschock in die Adern ging. Die gute Laune war sofort da, auch wenn der zweite und dritte Kaffee dann schon eher so ein „Okay, jetzt reicht’s wieder“-Gefühl hinterlassen haben. Aber dieser erste Schluck, der bleibt mir definitiv in Erinnerung.
Das war die letzte Bankpause beim Tripp. Sie bleibt immer als etwas besonderes in Erinnerung.
Das war die letzte Bankpause beim Tripp. Sie bleibt immer als etwas besonderes in Erinnerung.

Open Web und so

04.11.2025

Open Web und so

Und anstatt weiter zu warten und zu schauen, wie sich was entwickelt, habe ich mir jetzt mithilfe der tollen Indieweb-Community (https://indieweb.org/) was Eigenes hier zusammengezimmert. Das Prinzip heißt POSSE (https://indieweb.org/POSSE): Publish on your own site, syndicate everywhere. Ich schreibe hier auf hnz.io und versuche möglichst automatisiert dahin zu posten, wo es meine Leute auch sehen. Klingt und ist sehr oldschool, aber deshalb für mich auch eher befreiend. Wenn ihr wisst, was ich meine. Auch wenn ich Pixelfed super finde, es fühlt sich da doch manchmal recht einsam an (https://pixelfed.de/floyboy). Und wenn es die APIs hergeben, werden die Reaktionen hierher zurückgespielt.

Was bisher geschah

Was noch zu tun ist

  • Cros…

Vortrag: Techno-Optimismus bei "Star Trek"

04.11.2025

Vortrag: Techno-Optimismus bei "Star Trek"

Es war mal wieder sehr angenehm auf Einladung über #StarTrek zu sprechen und nicht wie sonst… einfach so. In meiner Präsentation habe ich versucht, den…

Es war mal wieder sehr angenehm auf Einladung über #StarTrek zu sprechen und nicht wie sonst… einfach so.

In meiner Präsentation habe ich versucht, den technologischen Determinismus innerhalb des "Star Trek"-Franchises zu beleuchten. Dieses Konzept beschäftigt sich mit der Idee, dass technologischer Fortschritt unweigerlich die Entwicklung der Gesellschaft bestimmt. "Star Trek" präsentiert eine Zukunft, in der Technologie viele der heutigen Probleme gelöst hat – von Energieknappheit bis hin zu Nahrungsmittelmangel.

Die Realität sieht jedoch anders aus; der Glaube in alleinige technologische Lösungen wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder erschüttert. Atomkraft, einst als Heilsbringer gefeiert, führte zu den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima. Die einfache Logik von Ursache und Wirkung, wie wir sie aus der Mechanik kennen, trifft auf die komplexe Welt der modernen Wissenschaft nicht mehr zu. Heutzutage führt eine Actio oft zu Ergebnissen, die von einer Vielzahl von Faktoren abhängen und somit nur Wahrscheinlichkeiten und nicht mehr eine einfache Reactio darstellen.

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04.11.2025

Verlorener Technologieglauben

Ich stelle mir vor, wie es gewesen wäre, einige Jahrzehnte früher zu leben, in einer Zeit, als die Hoffnung auf eine nukleare Zukunft noch frisch und lebendig war. Die Menschheit hat's auf den Mond geschafft. Energieprobleme und Umweltverschmutzung können plötzlich gelöst werden; alles ist möglich durch Technologie. Doch die Realität hat gezeigt, dass diese Technologien alles andere als einfach und sicher sind. Und dann gab es diesen Knick, Technologie alleine kann's nicht richten und kann sogar richtig gefährlich oder verdammt komplex sein, und ich weiß nicht, ob sich das für Einzelne wie ein Erdbeben angefühlt hat oder ob man das in der Zeit gar nicht bewusst empfunden hat. Ich bin mir aber sicher, dass dieser Knick, der durch den verlorenen Technologie-Glauben entstanden ist, jetzt auch noch Auswirkungen hat.

Earl Grey, heiß

Und dann ist da das "Star Trek"-Universum, das eine Welt zeigt, in der unbegrenzte Energie aus Materie-Antimaterie-Reaktoren verfügbar ist, Nahrung und Earl Grey durch Replikatoren erschaffen wird und Reisen schneller als Licht möglich sind. Diese Darstellung führt zu der gefährlichen Annahme, dass wir unser Verhalten nicht ändern müssen, da zukünftige Technologien die Probleme schon lösen werden.

Jedoch zeigt die Realität von Fukushima und Tschernobyl, dass das Versagen von Technologie katastrophale Folgen haben kann. In "Star Trek" wird dies kaum thematisiert, außer in wenigen Fällen, die meist außerirdische Zivilisationen betreffen (Star Trek IV, VOY 1x04: Subraumspalten).

Solche Konzepte können in der echten Welt politische, ökonomische und soziale Reformen untergraben. Denn, aus der Konzeptsicht, werden zukünftige Technologien es ja schon richten, so als wenn wir noch in den 60ern leben würden: CO2 wird dann in diesen Vorstellungen technisch aus der Atmosphäre gesaugt, Kernfusion löst alle Probleme und Wasserentsalzungsanlagen kümmern sich sowohl um Trinkwasser als auch um Brennstoffzellenbefüllung. Was meint ihr? Ist der Techno-Optimismus eher… inspirierend oder einschränkend?

Last but not least: Danke OT89 für die Einladung und den tollen Abend!