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Die Qual der Wahl: Das "richtige" Google-Analytics-Dashboard

Die Qual der Wahl: Das "richtige" Google-Analytics-Dashboard

http://www.google.com/analytics/ ist ein super Tool, um die eigene Webseite zu analysieren: Wie viele Nutzer habe ich? Welche meiner Seiten sind am beliebtesten? Die Auswahlmöglichkeiten sind enorm – wir helfen zu sortieren.

Dabei sollte man beachten, dass Google-Analytics auch kritisch betrachtet werden muss: aus Datenschutzgründen. Wenn ihr das Analysetool nutzen wollt, denkt bitte daran, unbedingt Zeile 7 mit in das Snipet zu schreiben. Bei der workin media sieht das so aus:
//
Damit anonymisiert ihr die IP-Adresse eurer Besucher.

Darum soll es hier aber nicht gehen, https://de.wikipedia.org/wiki/Google_Analytics#Kritik

Hier soll es um die Auswahl der "richtigen" Daten gehen. Bei Analytics kann man eigene Datenansichten generieren. Google nennt sie "Dashboards": Das Tool erschlägt einen zunächst einmal mit Zahlen, mit Fakten und jeder Menge neuer Begriffe. Für einen Einsteiger nicht einfach zu durchschauen. Und ein Profi schmunzelt, wenn ich von "richtigen", "nützlichen" oder "falschen" Daten rede. Denn natürlich erfordert ein Shop beispielsweise eine andere Auswertung als ein Blog. Bei beiden will man Reichweite, aber ein Shop soll Kaufabschlüsse generieren, das Blog will gelesen werden. Das erfordert auch eine andere Auswahl/Interpretation der Analyse.

Wir haben jetzt versucht eine Ansicht zu generieren, die allgemein die wichtigsten Daten der Webseite ausgibt. Darunter verstehen wir:

  • Besucher pro Tag
  • Beliebter Inhalt
  • Seitenaufrufe
  • Besucher
  • Eindeutige Besucher
  • Bounce-Rate (Absprungsrate)
  • Besuchsdauer
  • Referrer (Ursprung)
  • Besuche nach Gerätekategorie
  • Traffic-Übersicht
  • Besuche nach Browser

Das Template https://www.google.com/analytics/web/template?uid=Ya_RKOU1SuutWxTjjbWWrQ. Seid ihr bei Analytics angemeldet, erscheint gleich das hier gezeigte Fenster. Ihr könnt dort auswählen, bei welcher Webseite ihr das Template anwenden möchtet und mit "Erstellen" bestätigen. Die neue Ansicht gibt es dann in der linken Spalte unter "Dashboards" -> "Privat".
Der Tipp zum Schluss

Ihr könnt euch dieses Template auch wöchentlich, monatlich oder viertelfährlich per Mail zuschicken lassen. Wenn ihr das Dashboard ausgewählt habt, was per Mail versendet werden soll, geht auf "E-Mail" im oberen Reiterbereich des Dashboards. Fehlende Daten ausfüllen. Fertig.

Wenn ihr herausfinden wollt, wer wann einen geplanten E-Mail-Bericht bekommt, ist das auch möglich: Geht in der Dashboard-Ansicht auf "Verwalten" (oberer Reiter). In der "Datenansicht" gibt es ziemlich weit unten den Punkt "Geplante E-Mails". Dort könnt ihr bestehende Regeln ändern oder löschen. Aber leider nicht neu anlegen.
https://www.google.com/analytics/web/template?uid=Ya_RKOU1SuutWxTjjbWWrQ
 

Habt ihr noch Fragen? Fragen!
Foto: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ von https://secure.flickr.com/photos/sepblog/

c't wissen: Sichere E-Mail

c't wissen: Sichere E-Mail

Morgen kommt das neue Magazin "c't wissen" aus dem Hause Heise für 8,40 Euro in den Handel. Ich schreibe schon ewig selbst an einem Artikel, der verständlich erklären soll, wie man seine E-Mails verschlüsselt. Aber da ich noch nicht absehen kann, wann ich den veröffentliche, und mir das Thema sehr am Herzen liegt, gibt es erst einmal "nur" diesen Linktipp. Und eine Empfehlung:

Allen Warnungen zum Trotz ist E-Mail das zentrale Kommunikationsmittel, gerade auch für offizielle und vertrauliche Post. Gemessen daran setzen Mail-Dienste und Programme die Sicherheitsstandards oft erstaunlich schlecht um, sodass Schnüffler und Kriminelle aller Art ein leichtes Spiel haben.

Zum Originalbeitrag: http://www.heise.de/newsticker/meldung/c-t-wissen-Sichere-E-Mail-Kommunikation-richtig-absichern-2121205.html

Der Google-Reader ist bald nicht mehr. Na und?

Der Google-Reader ist bald nicht mehr. Na und?

Man nannte mich Fanboy. Mein Leben habe ich jahrelang über Google organisiert. Kalender, Mail-Account. Bilder hatte ich bei Picasa. Und alle meine Endgeräte waren so eingerichtet, dass mir die Daten immer und überall zur Verfügung standen, selbst wenn da ein Apfel hintendrauf war. Und, ja klar, meine RSS-Feeds habe ich im Google-Reader gesammelt.

RSS... was?! Kennt fast niemand. Hat man schon mal gelesen, klar. Aber nur so halb wahrgenommen. Wahrscheinlich hat Google deshalb den Dienst auch eingestellt. Oder zumindest angekündigt, dies zu tun. Denn richtig mainstream ist das alles nicht so wirklich geworden.

Das ging bisher immer wunderbar im Google-Reader; weil er offen war und von vielen Programmen und Apps benutzt werden konnte.

http://de.wikipedia.org/wiki/RSS bildet eine Möglichkeit, kurze Ausschnitte oder lange Artikel maschinenlesbar aufzubereiten. Das heißt: Ihr interessiert euch für ein paar Blogs, für ein paar Ressorts auf Newsseiten und müsst dank RSS nicht alle Seiten ansteuern, sondern könnt sie euch ganz bequem in einem RSS-Reader anschauen. Mir spart das unheimlich viel Zeit und bildet eine Schnittstelle, die ich für Twitter, Facebook und Linkorganisation nutze. Denn selbst ich muss versuchen, in mein heißgeliebtes Chaos etwas Ordnung reinzubekommen, um nicht gänzlich durchzudrehen.

Ja okay. Es hat sich ja angekündigt, dass Google den Reader nicht mehr so wirklich mag: Seit Ewigkeiten haben die Kalifornier den Dienst nicht weiterentwickelt und vor zwei Jahren sogar böse beschnitten, um Google+ zu pushen. Und natürlich gab es deshalb auch schon die ein oder anderen Gerüchte, dass Google den Dienst bald einstellen könnte. "Eigentlich entschieden sie sich irgendwann im Jahr 2010, den Service zu killen", https://www.quora.com/Google-Reader-Shut-Down-March-2013/Why-is-Google-killing-Google-Reader?srid=2Rw&=&share=1. Der ehemalige Produktmanager vom Reader zählt auf, wie das Team über die Jahre ausgeblutet ist: 2008 wurde es abgezogen um OpenSocial zu bauen, 2009 für Buzz und 2010 sollten sie Google+ mitentwickeln. "Ironischerweise glaube ich, dass Google das Reader-Team abgezogen hat, um diese anderen Social-Services zu entwickeln, weil das Team einfach 'Social' verstanden habe".

Und heute war es dann soweit: http://googleblog.blogspot.de/2013/03/a-second-spring-of-cleaning.html. Der Google-Reader wird eingestellt. Weshalb ich auch endlich einen Grund hatte mich um Alternativen zu kümmern. Und dabei bin ich auf eine wunderbare Lösung gestoßen: Das kostenpflichtige http://www.feedafever.com/.

Fever finde ich aus mehreren Gründen genial:

  • Man hostet das Script selbst
  • Die Einrichtung ist denkbar einfach
  • Das Konzept ist innovativ
  • Andere Apps bieten schon eine Fever-Unterstützung an

Erhöhte Temperatur: Je mehr Quellen sich auf einen Artikel beziehen, umso heißer ist der auch.
Erhöhte Temperatur

Eine simple und gerade deswegen auch geniale Idee: Fever wertet nämlich gleich einmal aus, wie viele Feeds sich eigentlich auf die gleiche Quelle beziehen. Denn wenn viele über etwas schreiben, dann ist das ja bestimmt auch wichtig. Fever gibt einem zusätzlich noch die Möglichkeit, ob man die heißesten Artikel des Tages, der Woche, etc. anzeigen zu lassen. Eine Art privates http://www.rivva.de, sozusagen.

Um die Ergebnisse noch zu präzisieren, kann man in Fever sogenannte Sparks anlegen. Das sind Feeds, die nicht im Hauptfeed angezeigt werden, aber trotzdem die Temperatur von den Artikeln erhöhen können. Alles klar? Da kann man beispielsweise die Feeds aus Pinboard, Delicious oder anderen Bookmarkin-Dienste reinhauen. Meistens sind die Links ja toll, die Präsentation (nur der Linktext) aber wenig ansprechend. http://pinboard.in/u:floyboy. Haut man von interessanten Leuten die Bookmarks in Fever, dann werden die Ergebnisse natürlich auch interessanter – und man muss sich nicht durch Linkwüsten quälen.
Übersichtliches Design

Drei Spalten sollen für die Übersicht sorgen.

Zum Design kann man eigentlich nix sagen; denn es existiert nicht so wirklich. Shaun Imman ordnet das Feedchaos in drei Spalten: Die Ordner, die Quellen und die Beiträge. Ein Menü steht etwas uninspiriert ganz links zur Verfügung.

Aber es funktioniert. Auch wenn mir die Farbauswahl, die uns der Entwickler vorgibt, nicht so wirklich zusagt, ist die GUI durchdacht, logisch und übersichtlich. Und man kann es gänzlich über die Tastatur bedienen.

Am iPhone kann man Fever inzwischen schon mit der Reeder-App verbinden. In den Mac-Versionen ist das leider noch nicht möglich.
Alles in der eigenen Hand

Und mit der größte Vorteil: Wenn ich den Dienst einstellen möchte, kann ich das tun. Denn: Ich bin mit dem Dienst erst einmal autark. Und das ist ein tolles Gefühl.

Jetzt brauche ich nur noch eine funktionierende Alternative für die Google-Docs. Kalender synce ich nun mit der Kalender-App von Apple, für Mails habe ich meinen eigenen Server, Bilder kommen in die Dropbox. Google ist mich fast ganz los. Ganz unemotional. Vom Fanboy bis zu diesem Punkt hat das nicht einmal zwei Jahre gedauert.

Nicht schlecht, Google.

Open Social Media Monitoring

Open Social Media Monitoring

Die beste Strategie im Social Web bringt herzlich wenig, wenn man die Stimmungen nicht erfasst und regelmäßig schaut: Was interessiert wen und vor allem auch noch: wie sehr interessiert es denn? Um das alles zu monitoren gibt es Tools wie Sand am Meer. Auf der einen Seite gibt es die kostenpflichtigen Tools. Goldmann Interactive (gehört zur http://de.wikipedia.org/wiki/Goldbach_Group) hat 2012 diese Übersicht aus kostenpflichtigen Tools zusammengestellt. Die Infografik gibt's der Lesbarkeit halber am Ende des Artikels.

Daneben gibt es auch haufenweise mal bessere, mal schlechtere Opens Source Tools. Der größte Unterschied zu den kostenpflichtigen: Statt eines Tools, muss man sich die wichtigsten Bausteine selbst zusammensuchen. Das klingt nach Arbeit – und die haben euch Christine Heller und Tim Krischak auf dem Monitoringcamp in Hamburg abgenommen. 

http://de.slideshare.net/tkrischak/kostenlose-social-media-monitoring-tools from http://de.slideshare.net/tkrischak
Wie man "richtig" monitort, das ist nicht nur einen eigenen Blogbeitrag wert, sondern viel mehr: Ein eigenes Blog. Und da sind andere eindeutig besser als ich.

Dennoch will ich euch auf ein Tool hinweisen, dass ich jetzt seit ein paar Wochen nutze, und von dem ich doch sehr angetan bin: Das http://openstream.github.com/open-social-media-monitoring/. Zum einen ist es Open Source und läuft auf dem eigenen Server. Zum anderen kann man auch noch ganz genau per Cronjob definieren, wie oft das Tool die Daten aus den sozialen Netzwerken auslesen soll.

Fazit: Kleines Tool, bei dem man die volle Datenkontrolle hat. Die geringe Versionsnummer bemerkt man vor allem bei der Installation.

Katzen statt Kinder – unbaby.me

Katzen statt Kinder – unbaby.me

Beim besten Willen, das muss ich jetzt hier noch schnell reinhauen. Bis zur nächsten Wikigeeks-Folge kann ich das einfach nicht für mich behalten.
Es soll ja Menschen geben, sogar in meiner Facebook-Timeline, die das Glück anderer nicht nur nicht anerkennen wollen, ja, glaubt's mir oder nicht: Die finden das geradezu eklig! Verliebte, die frisch ihre rosaroten Sterne mit der Facebook-Welt teilen, bekommen von denen dann zynischen Kommentare an die Pinnwand gepostet!
Das sind dann auch übrigens genau diejenigen, die von jungem Familienglück genervt sind. Oder von Profilseiten, die die glücklichen Eltern im Namen des Babys angelegt haben. Oder es schrecklich finden, wenn – man ist ja auch so stolz – das eigene Profilfoto mit dem des Sprösslings ausgetauscht hat.  Ermüded davon, den 100. Fotoklogang so präsentiert zu bekommen, als wenn's sich um verdammte Rocket Science handelt! Solche Leute gibt's, wirklich! Und für die eignet sich dann auch Unbaby.me.
Es gibt in dieser verdorbenen Welt tatsächlich einen Entwickler, der so von Babyfotos genervt war, dass er eine Chrome-Erweiterung geschrieben hat, die die süßen Fotos durch andere ersetzt. Richtig gelesen: Das Plugin scannt nach großköpfigen Sabberglatzen und tauscht sie durch Katzenbilder aus. Oder Autos. Oder Hunde. Was immer ihr euch wünscht. Standardmäßig sind aber Katzen eingestellt.
Natürlich sind erst einmal nur englische Keywords vorgegeben. Für deutsche Babyhasser heißt das: Man muss viel Arbeit reinstecken!
Man muss das Plugin installieren, und dann beginnt die Arbeit: Der Dienst funktioniert nämlich, indem er verschiedene Schlagworte ausspäht. So wie "Monate alt", "erster Schritt", etc. Dann noch die Quelle angeben, mit denen die Fotos ersetzt werden sollen. Fertig.
Dann geht's los: Profilbilder, Profilbanner, ja ganze Alben mit süß-verschrumpelten Nachwuchsbildern sollen so erkannt werden und on the fly für den Betrachter ersetzt werden.
Ich schreibe von Sollen: Das Plugin funktioniert durch die Verschlagwortung bei mir noch nicht so gut, dass es tatsächlich alle Fotos rausfiltert.
Ja, ihr könnt aufatmen, ihr jungen Eltern aus meiner Leserschaft: Auch wenn alles anders gekommen ist, als ihr es euch vielleicht in den neun Monaten Vorbereitung vorgestellt habt: Zumindest das Glück am Weltteilen eurer mit schokobeschmierten Schleckermäulchen oder den Freudenalben mit über 500 Porträts eures Lieblings beim Kacken, wird euch so also doch noch nicht ganz genommen. Wir werden euer Glück auch weiterhin sehen.
Weil eigentlich, liebe Leserinnen und Leser, weil eigentlich geteiltes Glück doch etwas sehr Schönes ist.
via techcrunch